Sunday 21. April 2019

Einhaltung der Menschenrechte weltweit in Gefahr

Am Wochenanfang jährt sich die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zum 70. Mal und auch die UN-Deklaration zum Schutz von MenschenrechtsverteidigerInnen feiert am Sonntag ihren 20. Geburtstag. Beide Dokumente bilden zentrale Bausteine der Weltgemeinschaft als Zeichen für die Unteilbarkeit und Universalität der Menschenrechte.

Vor diesem Hintergrund erfüllt es VertreterInnen international tätiger katholischer Hilfswerke in Österreich mit großer Sorge, dass in vielen Ländern die Rechte von Menschen für politische oder wirtschaftliche Interessen immer häufiger systematisch oder mutwillig geopfert werden.
In Ländern, die von sozialen Unruhen geprägt sind und/oder von autoritären Regimen regiert werden, büßten die Menschen den Schutz ihrer Rechte ein und der gesellschaftliche Zusammenhalt wird geschwächt. Das mache es für die Regime einfacher, Einzelpersonen, Gruppen oder gar größere Gemeinschaften zu drangsalieren, auszubeuten, zu vertreiben. Anja Appel, Geschäftsführerin der Koordinierungsstelle der österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) dazu: „Diesen Teufelskreis aus Repression und Rückzug zu durchbrechen ist von außen umso schwieriger, desto mehr die Weltgemeinschaft wegschaut. Die österreichischen Hilfswerke versuchen durch verschiedene Maßnahmen, den Betroffenen konkreten Schutz bzw. Beistand zu bieten oder eine rechtliche Anerkennung des Leids zu erwirken. Wirklich notwendig wäre eine wache internationale Öffentlichkeit und schnelles Handeln auf multilateraler Ebene, um solche Handlungen international zu diskreditieren.“

"Es ist erschreckend, wie viele Meldungen über Menschenrechtsverletzungen von Partnerorganisationen aus Ländern wie Nicaragua oder den Philippinen eintreffen. Kirchliche wie nicht kirchliche PartnerInnen und AktivistInnen sind vielerorts gleichermaßen bedroht oder verfolgt. Wir versuchen dem durch Informationen an die Öffentlichkeit und Mobilisierung entgegenzuwirken, damit unsere Partnerorganisationen den Mut nicht verlieren“ meint Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung.
 
Jakob Maierhofer-Wieser, Geschäftsführer der Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar, meint dazu: „De facto bedeutet die Einhaltung der Menschenrechte in manchen Geschäftsfeldern heute, einen Wettbewerbsnachteil zu haben. So werden heute Wirtschaftsunternehmen durch vermeintlich ökonomische Zwänge zu Verursachern von Menschenrechtsverletzungen. Leider gibt es noch immer zu wenige und zu schwache internationale Regelwerke, um die Wirtschaftsakteure für die Vertreibung von Menschen und andere Gewaltakte sowie massive Beeinträchtigungen der Natur konsequent zu belangen.“
 
Die katholischen Organisationen erwarten sich von Österreich als neuem Mitglied des UN-Menschenrechtrats und als noch EU-Ratsvorsitzland, sich verantwortungsvoll als echter Anwalt für die Ärmsten zu engagieren und sich für eine globale Aufmerksamkeit und Ahndung bei massiven Menschenrechtsverletzungen einzusetzen.  

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

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