Thursday 2. April 2020

Frauen und Kinder auf der Flucht: Politik jenseits des christlich-humanistischen Wertekanons

 

[Wien, 13.3.2020, PA] Die Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert die österreichische Regierung dazu auf, Frauen und Kinder aufzunehmen, die in Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln unter menschenunwürdigen Bedingungen festsitzen. „Die Unerbittlichkeit, mit der die Regierungsspitze den vielfachen, dringenden Aufforderungen seitens zivilgesellschaftlicher und kirchlicher Organisationen, Privatpersonen, BürgermeisterInnen, auch einzelner PolitikerInnen und Bischöfe sowie des Bundespräsidenten entgegentritt, steht in krassem Widerspruch zu ihrem ausdrücklichen Bekenntnis zu einem christlich-humanistischen Wertekanon“, so Veronika Pernsteiner, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.

 

Pernsteiner gehört zu den ErstunterzeichnerInnen der Petition „Freiheit für unsere Menschlichkeit“, die sich an Bundeskanzler Sebastian Kurz und an Innenminister Karl Nehammer richtet. „Als Katholische Frauenbewegung Österreichs verweisen wir auf die besondere Verletzlichkeit von Frauen und Kindern, insbesondere unter den Umständen, wie sie in den griechischen Lagern herrschen“.

 

Was Schutzbedürftigkeit bedeute und verlange, müsse den österreichischen Regierungsverantwortlichen angesichts der Corona-Krise verständlicher denn je sein: „Es gibt nur ein Maß für unser Handeln: die Menschenwürde, “ so Pernsteiner: „Und die gebührt jedem Menschen gleich“. Frauen litten, wie zahlreiche Studien belegen, auf der Flucht und in Flüchtlingslagern wie jenen in Griechenland, ganz besonders unter menschenunwürdigen Bedingungen. „In erster Linie sind sie es, die für Kinder und ältere Menschen zuständig sind, die Sorge tragen für Ernährung und Hygiene. Sie sind von prekären Lagen besonders betroffen,“ erklärt Pernsteiner.

 

Und sie seien in besonderem Maß von Gewalt betroffen: „Sexualisierte Gewalt ist etwas, dem Frauen in Lagern genauso ausgesetzt sind wie unterwegs, vielfach ist das auch der Fluchtgrund: wenn in kriegerischen Auseinandersetzungen Vergewaltigungen strategisch verübt werden.“ Es entstehen Traumata für Frauen, die vielfach aus Scham und Angst vor Marginalisierung nicht über das Erlittene sprechen.

 

Rund die Hälfte aller Menschen, die derzeit weltweit auf der Flucht sind, sind - Studien zufolge – Frauen. Der Anteil von Frauen an den Flüchtlingen, die Europa erreichen, liegt derzeit bei knapp 40 Prozent. Rund 50 Prozent der geflüchteten Frauen aus Syrien und Afghanistan, die sich 2017 in Deutschland aufgehalten haben, waren laut einer Studie ohne (Ehe-)Mann unterwegs, mehr als 60 Prozent in Begleitung von Kindern. „85 Prozent der von den Vereinten Nationen registrierten Flüchtlinge und AsylwerberInnen leben in sogenannten Entwicklungsländern. Wir in Österreich, einem der wohlhabendsten Länder dieser Welt, sollten unseren Beitrag leisten, teilen und vor allem: teilen dürfen,“ so Pernsteiner.

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