Thursday 14. November 2019

Rechte für Menschen, Regeln für Konzerne

 

Ob bei der Herstellung von Textilien oder in der landwirtschaftlichen Produktion – die Aktivitäten transnationaler Konzerne führen immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Globalen Süden. Unternehmen können aber nur schwer zur Verantwortung gezogen werden, denn es fehlen verbindliche Regeln und Durchsetzungsmöglichkeiten.

 

Besonders Frauen leiden unter dieser Lücke: Zum einen sind sie übermäßig von Missachtungen der Menschenrechte betroffen. Zum anderen sind es aber auch Frauen, die sich den profitgetriebenen Verstößen an vorderster Front entgegenstellen. Daher treten wir für eine gänzlich neue, (geschlechter)gerechte Handelspolitik ein, bei der Mensch und Umwelt im Zentrum stehen – nicht Profite!

 

Mit dieser europaweiten Initiative wollen wir:

  • Investitionsschiedsgerichte und Sonderklagerechte von Unternehmen gegen Staaten abschaffen: Ausländische Investor/innen dürfen vor Gericht keine Sonderbehandlung bekommen, Klauseln zum Investor-Staats-Schiedssystem (ISDS) sollen aus bestehenden Handels- und Investitionsabkommen ersatzlos gestrichen werden.
  • Unternehmen für die Menschenrechts- und Umweltauswirkungen ihrer Geschäfte verantwortlich machen: Wir fordern die EU und ihre Mitgliedsstaaten auf, sich für das verbindliche UN-Abkommen für Wirtschaft und Menschenrechte (UN Binding Treaty) einzusetzen.
    Weitere Infos zu verbindlichen Regeln für Konzerne weltweit gibt's im Infoblatt Menschen vor Profite

 

Katholische Frauenbewegung Österreichs Katholische Frauenbewegung Österreichs, Referat für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag
1010 Wien, Spiegelgasse 3/2/7, Tel: +43(0)1 / 51 552-3697, E-Mail: teilen@kfb.at
http://www.kfb.at/