Tuesday 15. October 2019

Freundinnen und Freunde als Schutz gesucht

Katholische Frauenbewegung Österreichs sammelt Unterstützungserklärungen für Friedensaktivistinnen in Kolumbien.

 

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs lehnt Gewalt und Krieg als Mittel der Konfliktlösung ab. Sie unterstützt im In- und Ausland Friedensaktivistinnen, wie z. B. die kolumbianische Frauenorganisation OFP (Organización  Femenina Popular). OFP wird jedoch immer mehr von den Paramilitärs und der Guerilla unter Druck gesetzt. Um die Position der Friedensaktivistinnen im kolumbianischen Bürgerkrieg zu stärken, werden deshalb weltweit bis Ende 2010 eine Million Freundinnen und Freunde gesucht. Sie sollen mit der Unterzeichnung einer Unterstützungserklärung die Arbeit der OFP für ein menschenwürdiges Leben, gegen den Krieg und die Militarisierung des zivilen Lebens in Kolumbien befürworten und wenn möglich die Organisation finanziell unterstützen.

Unterstützungserklärungen bekommen Sie in den diözesanen kfb-Büros oder hier .

 

Mehr als 200.000 Personen - darunter rund 3.300 aus Österreich - haben sich im vergangenen  Jahr bereits als Freundinnen und Freunde  dieser kolumbianischen Frauenorganisation deklariert. Ein Schwerpunkt der OFP liegt in der Schulung von Frauen in alternativen, gewaltfreien Methoden der Konfliktlösung und im zivilen Widerstand gegen den Krieg, der seit Jahrzehnten zwischen den Machthabern und der Guerilla tobt und vor allem die Zivilgesellschaft massiv beeinträchtigt.

 

Ihre Solidarität rettet Leben!

"Wir glauben, dass es aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Bedingungen für die OFP sehr wichtig ist, weiterhin Freunde und Freundinnen zu finden, die auf eine organisatorische und politische Stärkung eines 36jährigen Prozesses setzen, der von den Händen, Herzen und Köpfen von Frauen, Vertriebenen, Bäuerinnen, Hausfrauen, arbeitslosen Frauen, Mädchen, Angestellten und Opfern getragen wird", betont die Leiterin der OFP, Yolanda Beccera. "Die Hoffnung und die Widerstandskraft konnten durch den Terror des Krieges nicht abgetötet werden. Die Solidarität, die sich in dieser Kampagne materialisiert, hat geholfen, dass der Prozess weiter geht und dass viele von uns noch am Leben sind. Ein Brief, eine Unterschrift, ein Anruf, eine Protestnote bei der kolumbianischen Regierung in den schwierigen Momenten für unsere Organisation haben viele Leben gerettet."

 

Bedrohte OFP-Leiterin musste fliehen

Im Rahmen der Internationalen Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" wurde die Solidaritätskampagne "Eine Million Freundinnen und Freunde" 2008 in Wien von der kfb zusammen mit der Frauensolidarität, IGLA und Amnesty International gestartet. Kurz zuvor wurde Yolanda Beccera von maskierten, bewaffneten Männern in ihrem Haus überfallen und zum Verschwinden aufgefordert. Die OFP-Leiterin wusste, dass sie diese Drohungen ernst nehmen müsse, da bereits drei ihrer Mitarbeiter/-innen im Kampf gegen den Bürgerkrieg getötet wurden. Im Laufe der Jahre fanden mehr als 140 Übergriffe auf die OFP statt.

 

Yolanda Beccera verließ mit ihrer Familie die Stadt Barrancabermeja. und wurde dadurch nun selbst zu einem Binnenflüchtling, für die sie sich seit Jahren engagiert. In Bucaramanga fand sie eine neue Bleibe. Dort eröffnete sie rasch wieder ein neues OFP-Büro. Mit drei Frauen kümmert sie sich dort um die in der Stadt Schutz suchenden Vertriebenen.

 

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs unterstützt seit 20 Jahren mit Mitteln aus der Aktion Familienfasttag die Arbeit der OFP. Derzeit finanziert sie Rechtsberatung für Binnenflüchtlinge und Bildungsangebote über gewaltfreie Methoden der Konfliktlösung. Spenden können unter dem Stichwort OFP auf das PSK-Konto1.250.000 überwiesen werden.

 

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

Pressephotos der Vorsitzenden

zum Download

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

 

 

MACH MIT!

Du willst das kostenlose Solidarisch Kulinarisch Kochpaket erhalten?

Dann trag hier Deine E-Mail-Adresse ein:

 

zur ersten Seite  vorherige Seite     1 2 3 ... 14 15 16     nächste Seite (n)  zur letzten Seite (l)
Katholische Frauenbewegung Österreichs, A-1010 Wien, Spiegelgasse 3/2/7
Tel: 01-51552-3695, E-Mail: office@kfb.at
http://www.kfb.at/