Monday 14. October 2019

Solidarität braucht Herz, Grimm und Verstand

11.07.2003
Erklärung zum Abschluss der Sommerstudientagung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs zum Thema „Weltweite Solidarität“
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs hat zum Abschluss ihrer diesjährigen Sommerstudientagung Grundsätze und Haltungen für eine heute lebbare Solidarität aufgezeigt, die spürbaren resignativen Tendenzen zur Entsolidarisierung entgegenwirken sollen. „Mit Herz, Grimm und Verstand“ – so wie dies die Schriftstellerin Hedwig Dohm bereits im 19. Jahrhundert formuliert hatte – will die kfb das Prinzip der Solidarität kraft- und lustvoll in die Tat umsetzen. Konkretes Tun im persönlichen sowie im gemeinschaftlichen Engagement soll weiterhin nach dem erfolgreichen Leitmotiv „sehen – urteilen – handeln“ praktiziert werden.

Das Engagement für Menschenwürde hat dabei Priorität. Das Ziel ist ein „gutes Leben für alle“. Um eine Überforderung der/des Einzelnen zu vermeiden sind Optionen und punktuelle Koalitionen notwendig.

In der am Freitag, 11. Juli in Eisenstadt veröffentlichten Erklärung zum Abschluss der Sommerstudientagung werden u.a. die Bedeutung von persönlicher Betroffenheit, die Schärfung des Bewusstseins für Unrechtssituationen, die Bereitschaft zur Information und zum Zuhören sowie das Zulassen von Wut als wesentliche persönliche Haltungen für solidarisches Leben und Handeln hervorgehoben. Als gelungenes Beispiel für konkrete Frauensolidarität wird auf die Aktion Familienfasttag der kfbö – einen " Meilenstein in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit“ hingewiesen. Denn Solidarität wird ein Genuss, wenn durch das Teilen mit benachteiligten Menschen alle Seiten Bereicherung erfahren.

Basis für diese Erklärung war ein Referat der Wiener Theologin Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel. Im Rahmen der vom 7. bis 11. Juli im Eisenstädter „Haus der Begegnung“ stattgefundenen kfbö- Sommerstudientagung, die dem Thema „Weltweite Solidarität“ gewidmet war, zeigte die Mitarbeiterin der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Dr. Paloma Fernandez de la Hoz, die Auswirkungen wachsender Globalisierung auf. Im Rahmen einer Informationsbörse konnten sich die rund 100 Teilnehmerinnen aus ganz Österreich und Südtirol über internationale und regionale Solidaritätsaktionen ein Bild machen. Die diözesanen Leitungsteams der Katholischen Frauenbewegung präsentierten andererseits ihre Solidaritätprojekte.

Frauensolidarität in Europa

Da sich die kfb in den kommenden zwei Arbeitsjahren vor allem mit der Situation der Frauen in Europa auseinandersetzen wird, informierte Mag.a Irene Kernthaler-Moser bei der Sommerstudientagung über frauenspezfische Daten aus den Mitgliedsländern der EU und den Ländern der EU-Osterweiterung. Ein sehr persönliches Bild über die Situation der Frauen in der Slowakei zeichnete Mag.a Anna Kolkova, Verlagsleiterin aus Pressburg. Sie betonte den Mangel an kirchlichen Frauenorganisationen und bekundete großes Interesse an einer möglichen Zusammenarbeit mit der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. „Welt der Frau“-Chefredakteurin Dr. Christine Haiden berichtete über ihre Eindrücke bei Begegnungen mit Frauen aus Südosteuropa und über ihre Erfahrungen bei Solidaritätsaktionen in dieser Region.

Bei einem Ausflug nach Ungarn kam es in der St.Georgs-Pfarre in Sopron zu einer Begegnung mit ungarischen Katholikinnen, die erstaunt waren über das rege Leben von Österreichs größter Frauenorganisation. In den kommenden Monaten sollen neue Kontakte geknüpft und Möglichkeiten für konkrete Frauensolidarität über Grenzen hinweg überprüft werden.



Wortlaut der Abschlusserklärung zur kfbö-Sommerstudientagung 2003:


SOLIDARITÄT BRAUCHT HERZ, GRIMM UND VERSTAND

In einer Zeit wachsender Sorge um ein künftiges „gutes Leben“ wird der Ruf nach Solidarität leicht zur Überforderung. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs, die sich in ihren Leitlinien zum Prinzip der Solidarität verpflichtet hat, setzt diesen resignativen Tendenzen zur Entsolidarisierung aber Grundsätze für eine heute lebbare Solidarität entgegen.

Menschenwürde muss Priorität haben.

Gutes Leben für alle ist das Ziel.

Optionen sind notwendig.

Punktuelle Koalitionen müssen möglich sein.

Selbstaufgabe dient niemandem.

Solidarisches Leben und Handeln erfordert von jeder und jedem Einzelnen Haltungen wie

  • sich berühren lassen
  • das Bewusstsein schärfen
  • sich informieren
  • Wut über Ungerechtigkeiten zulassen
  • zuhören können
  • andere respektieren
  • auf gleicher Augenhöhe der/dem anderen begegnen
  • die eigenen Grenzen annehmen……

Konkretes Tun in der Katholischen Frauenbewegung steht unter dem Leitmotiv

„sehen – urteilen – handeln“, sowohl im persönlichen wie im gemeinschaftlichen Engagement. Die Aktion Familienfasttag ist seit 1958 ein überzeugendes Beispiel konkreter Frauensolidarität und ein Meilenstein in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Das Teilen mit benachteiligten Menschen wird dabei zur Bereicherung für beide Seiten.

Solidarität braucht „Herz, Grimm und Verstand“ (Hedwig Dohm), dann wird sie kraftvoll, lustvoll, genießbar und damit letztlich auch heute lebbar.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

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