Saturday 30. May 2020

Wert der ehrenamtlichen Arbeit anerkennen

8.03.2001
Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert Aufwertung der unbezahlten, freiwilligen Arbeit durch Anrechnung auf Pension und Steuerabsetzbetrag - Kein Ehrenamt auf Kosten eines bezahlten Arbeitsplatzes - Infoblatt und Kleber sollen Diskussion über Ehrenamt anregen

 

Eine Kampagne zur Aufwertung und Anerkennung des Ehrenamtes startete die Katholische Frauenbewegung Österreichs am internationalen Frauentag, 8.März. Mit einem Informationsblatt und einem Kleber will die kfbö auf die unersetzliche Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit für den Zusammenhalt der Gesellschaft hinweisen, die öffentliche Diskussion um eine gerechte Bewertung und Aufteilung sowie um die notwendigen Rahmenbedingungen fördern.

 

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs tritt im Internationalen Jahr der Freiwilligen dafür ein, dass ehrenamtliche Arbeit auf die Pension angerechnet wird und einen Steuerabsetzbetrag bewirkt. Für ehrenamtliche Tätigkeiten sollte auch eine Freistellung im Rahmen der Erwerbstätigkeit möglich sein. Eine Unfallversicherung sollte für Freiwillige in gewissen Bereichen gesetzlich vorgeschrieben sein. Weiters setzt sich die Katholische Frauenbewegung für eine unbürokratische Spesenvergütung ein und fordert zusätzliche Aufwandsentschädigungen und Versicherungen bei umfangreichen Tätigkeiten.

Entschieden wendet sich die kfbö gegen alle Tendenzen, die den Staat und die Körperschaften aus ihren sozialen Verpflichtungen entlassen und der Schaffung von bezahlten Arbeitsplätzen durch ehrenamtliche Arbeit entgegenwirken.

 

16,7 Millionen Stunden pro Woche umsonst arbeiten?

 

Eine Studie der Abteilung Sozialpolitik der Wirtschaftsuniversität Wien ergab, dass 16,7 Millionen Stunden wöchentlich an unbezahlter, freiwilliger Arbeit von 51 Prozent der Bevölkerung geleistet werden. "Alles umsonst?" fragt angesichts dieser Zahlen die kfbö und betont mit einer für diese Kampagne geschaffenen Zeichnung von einer die Lasten der freiwilligen Arbeit hochstemmenden Frau, dass unbezahlte Leistungen überwiegend von Frauen erbracht werden.

 

Arbeit gerechter zwischen Männer und Frauen verteilen

 

Damit auch in Zukunft möglichst viele Menschen diese unbezahlbare Arbeit leisten können sind nach Ansicht der Katholischen Frauenbewegung nicht nur entsprechende Rahmenbedingungen, sondern vor allem auch eine gerechtere Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern notwendig.

Informationsblatt und Kleber sind werden in ganz Österreich verteilt und sind über die diözesanen Büros der kfb sowie direkt bei der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Spiegelgasse 3, 1010 Wien, Tel: 01/51 552 3695, Fax: 01/51 552 3053 oder per E-mail: office@kfb.at zu beziehen.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

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