Sunday 21. April 2019

Fortpflanzungsmedizingesetz: Katholische Frauenbewegung für Ausweitung der Begutachtungsfrist

Notwendige Differenzierung in der Debatte verlangt Zeit

 

[Wien, 24.11.2014, PA/HP] Im Zuge der Begutachtung des Entwurfs zum Fortpflanzungsmedizingesetz ist die Katholische Frauenbewegung Österreichs in einen intensiven Diskussionsprozess innerhalb der Organisation wie auch mit Vertreterinnen der Regierung eingetreten. „Die Verpflichtung zur differenzierten  Auseinandersetzung ergibt sich aus unserem Selbstverständnis als Christinnen sowie als Schnittstelle zwischen Frauenwelten und konkretem politischen Handeln“, so Barbara Haas, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung. 

 

Die Abwägung von Möglichkeiten  in der Reproduktionstechnologie mit ethischen Normen und dem Bekenntnis zu Menschen- und Kinderrechten verlange Zeit und eine sorgsame Befassung mit aktuellen Lebensrealitäten. „Wir plädieren daher für eine Ausweitung der Begutachtungsfrist“, so Barbara Haas.

 

„Unser zentraler Auftrag ist es, Frauen in ihren Lebenslagen zu begleiten, Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsarbeit zu leisten“, erklärt Barbara Haas. Vor diesem Hintergrund gelte es, eine Reihe von Aspekten des vorliegenden Entwurfs zum Fortpflanzungsmedizingesetz kritisch zu hinterfragen. So etwa werde registriert, dass der vorliegende Gesetzesentwurf die Latte für die Anwendung von IVF, PID und Eizellen- oder Samenspende hoch lege -  Zugang dazu erhält nur, wer nachweisen kann, dass eine Vielzahl anderer angewandter Methoden und Versuche fehlgeschlagen sind. Die langfristigen Folgen der invasiven Eingriffe  insbesondere bei der Empfängerin einer Eizelle seien bislang aber wenig erforscht, ebenso die psychischen Folgen ungewollter Kinderlosigkeit. „Hier wäre daran zu denken, entsprechende Studien in Auftrag zu geben“, so Barbara Haas.

 

Betroffene und Öffentlichkeit aufklären

 

Wichtig wäre darüber hinaus, Maßnahmen zu ergreifen, um Betroffene und Öffentlichkeit über die Folgen der im Rahmen des Gesetzes niedergelegten Verfahren aufzuklären und mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen damit zu vermindern. Und es sei zu bedenken, ob im Zuge des Verfahrens einer Eizellspende die Beratung der Betroffenen nicht durch Einrichtungen erfolgen sollte, die nicht ident sind mit jenen, denen die durchführenden ÄrztInnen angehören.

 

Zentrales Register für Samen- und Eizellspenden

 

Was die Registrierung bzw. Dokumentation von Eizell- und Samenspenden betrifft, gelte es zu überlegen, wie entsprechende Vorgangsweisen so organisiert werden könnten, dass ein Mehrfachspenden an verschiedenen medizinischen Einrichtungen ausgeschlossen bleibt. Zu erwägen wäre in diesem Zusammenhang auch die Etablierung eines zentralen Registers für Samen- und Eizellspenden, um langfristig Daten erheben und einen Überblick über einschlägige Entwicklungen in Österreich erhalten zu können. Es wäre damit auch ein Instrument geschaffen, wirtschaftliche Interessen im Zusammenhang mit den gesetzlich definierten Verfahren zu kontrollieren und mögliche ökonomische Verwertungsstrategien zu unterlaufen.

Eine gesetzliche Regelung wie die vorliegende entbindet nicht von der Verantwortung, die gesellschaftliche Debatte über Frauenbilder und die Situation von ungewollt kinderlosen Paaren fortzusetzen. 

 

Rückfragen:

Mag.a Elisabeth Ohnemus
Pessereferentin
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elisabeth.ohnemus@kfb.at

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Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

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