Tuesday 15. October 2019

Die Frauen können nicht länger warten!

03.06.2007
Erklärung von ANDANTE, der Europäischen Allianz katholischer Frauenverbände, an die Regierungschefs beim G8-Gipfeltreffen im Juni 2007 in Deutschland
ANDANTE ist ein Netzwerk von 19 katholischen Frauenverbänden in 12 europäischen Ländern, welche insgesamt etwa 1,2 Millionen Frauen vertreten. ANDANTE will eine Stimme der katholischen Frauen sein und sich aktiv am Aufbau eines lebendigen Europa, das sich für das gemeinsame Wohl aller Europäer einsetzt und Europa und der Welt ein menschlicheres Gesicht geben will, beteiligen.

Aus Anlass des diesjährigen Treffen der G8-Mitglieder appellieren wir an die Welt Leaders, unverzüglich zu handeln und die Ziele zur Bekämpfung der Armut in der Welt konsequent zu verfolgen. Als Frauen möchten wir darauf hinweisen, dass Frauen und Kinder am stärksten von der Last der Armut betroffen sind. In jeder Kultur gibt es Unterschiede zwischen den von Frauen und den von Männern übernommenen Aufgaben sowie zwischen den von ihnen getragenen Verantwortlichkeiten. In vielen Entwicklungsländern haben Frauen nicht den gleichen sondern oft einen viel schlechteren Zugang zu Ressourcen wie Land, Bildung, Geld und Macht.
Die Milleniumsziele benennen diese Ungleichheiten und zeigen auf, dass radikale Änderungen nötig sind, um die Armut wirksam und dauerhaft zu bekämpfen. In Edinburgh wurden im Juli 2005 Zusicherungen gemacht, die Entschuldung der Entwicklungsländer voranzutreiben und die Hilfe der Geberländer zu verdoppeln. Bedauerlicherweise haben viele Länder ihre Verpflichtungen bisher nicht erfüllt. Wir müssen feststellen, dass immer noch:
… jede Minute eine Frau bei der Geburt eines Kindes stirbt; eine halbe Million Frauen im Jahr während der Schwangerschaft oder bei der Geburt sterben
… 5000 Kinder jeden Tag an verschmutztem Wasser sterben
… weltweit die Primarschulbildung immer noch nicht für alle zugänglich ist und Mädchen gegenüber Jungen benachteiligt werden
… Frauen ein doppelt so großes Risiko haben, in Armut zu leben, wie Männer
… mehr Frauen als Männer heute von HIV-Infektionen betroffen sind
… Millionen von Frauen unter Gewalt und Missbrauch leiden
… zwei Drittel der Kinder, die die Schule nicht besuchen können, Mädchen sind
… der höhere Anteil an Analphabetismus unter Frauen ihre Berufschancen einschränkt, und sie zu unqualifizierter Niedriglohnarbeit verurteilt.
Die Gleichstellung der Frauen ist eine unabdingbare Notwendigkeit für die Eliminierung der Armut.
Mit der Annahme der Milleniumziele haben die Welt Leaders sich das Ziel gesetzt, bis 2005 einen gleichberechtigten Zugang von Mädchen und Jungen zur Schulbildung zu gewährleisten. Ausbildung allein reicht jedoch nicht aus. Auch die tiefer liegenden Ursachen der fehlenden Gleichberechtigung müssen angegangen werden, Männer wie Frauen müssen an der Lösung dieses Problems beteiligt werden.
Es steht in der Macht der am G8-Gipfel beteiligten Nationen, Armut zu einer Erscheinung der Vergangenheit werden zu lassen. Dies kann gelingen, wenn gewährleistet wird, dass die Hilfe wirksam ist, dass sie tatsächlich zur Armutsverminderung angewandt wird, und wenn die höchstverschuldeten Länder entschuldet werden. Nur dann haben diese Länder die Chance, das Geld für die notwendigsten Dienstleistungen und gemeinnützigen Einrichtungen wie Gesundheitsfürsorge, Ausbildung und sauberes Wasser zu verwenden.
Wir rufen die Regierungschefs der Welt auf, ihre in Gleneagles gemachten Versprechen einzuhalten und weiterhin für einen gerechten Handel, der ebenfalls ein Teil der Gleichstellung ist, einzustehen. Das Versprechen, die Weltarmut bis 2015 zu halbieren, muss Wirklichkeit werden, denn
die Frauen können nicht länger warten!
Paris, 2. Juni 2007

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

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Elisabeth Ohnemus
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1010 Wien

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Mobil: +43.(0)664.3218936

 

 

 

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Katholische Frauenbewegung Österreichs

Dr.in Regina Augustin

Generalsekretärin der kfbö

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