Thursday 23. May 2013

Mutternacht: Schwangerschaft kann tödlich sein

„Tote Mütter weinen nicht“ („Dead mums don`t cry“) heißt ein Dokumentarfilm aus dem Kongo. 350.000 Frauen sterben jedes Jahr weltweit an Folgen von Schwangerschaft oder Geburt, die meisten davon in Ländern des Südens. Während bei 100.000 Lebendgeburten in Österreich vier Frauen sterben, sind es in Afghanistan 1.400. Viele Tode könnten verhindert werden.

 

Beten und Handeln für Mütter mit schlechter Gesundheitsversorgung

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs kfb lädt gemeinsam mit der Evangelischen Frauenarbeit EFA am 12. Mai 2012, am Vorabend des Muttertags, um 19.30 Uhr zum Politischen Nachtgebet in die Kirche St. Ruprecht, Ruprechtsplatz 1, 1010 Wien. Die Liturgie zur Mutternacht besteht aus drei Teilen: Information, Gebet, Aktion. Auch Frauengruppen und interessierte Pfarren sind eingeladen, ein Mutternachtsgebet zu veranstalten. Ein Liturgieheft ist abrufbar unter www.kfb.at, www.teilen.at und www.frauen-evang.at.

 

Frauen ohne Zugang zu Bildung sind stärker gefährdet

„In den Partnerprojekten unserer Aktion Familienfasttag erleben wir immer wieder, wie gefährdet schwangere und gebärende Frauen sind. In vielen Dörfern ist das traditionelle Wissen über Geburtshilfe verdrängt worden. Ärztliche Hilfe ist aber oft weit entfernt und unleistbar“, beschreibt Dr.in Anja Appel die Situation. Die Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung hat das politische Nachtgebet für die Mutternacht selbst mit vorbereitet. Den aktuellen Frauenschicksalen werden Texte aus der Bibel gegenübergestellt. Frauen, für die aufgrund von medizinischer Unterversorgung, mangelnder Aufklärung und sexueller Ausbeutung eine Schwangerschaft oder Geburt lebensgefährlich sein kann, stehen im Mittelpunkt des Gebets.

 

Verbesserung der Lage braucht auch österreichisches Geld

Die Information über den Ernst der Lage und das Gebet für gefährdete Frauen schließen Handlungsanregungen für den Alltag ab. Wie kann die Einzelne eine Verbesserung der Situation erreichen? „Ich suche eine schwangere Migrantin oder Flüchtlingsfrau in meiner Umgebung und begleite sie bis zur Geburt“ ist ein Vorschlag in der Mutternacht. Oder: „Ich schreibe einen Brief an den Außenminister, in dem ich fordere, dass entwicklungspolitische Gelder verstärkt für die Gesundheit von Frauen zur Verfügung gestellt werden.“

 

UNO: Müttersterblichkeit soll um 75% gesenkt werden

Die Senkung der Müttersterblichkeit haben sich im Jahr 2000 auch die Vereinten Nationen vorgenommen. Das fünfte von acht Millenniums-Entwicklungszielen der UNO heißt „Die Gesundheit der Mütter verbessern - Die Müttersterblichkeit soll um drei Viertel gesenkt werden“. Diese Vision greifen zahlreiche Frauenorganisationen auf, wenn sie am 12.5.2012, in der Nacht vor dem Muttertag, die Mutternacht begehen. Sie weisen darauf hin, dass ein hoher politischer, sozialer und wirtschaftlicher Einsatz nötig ist, um das ambitionierte, aber realisierbare Ziel zu erreichen.

 

Informationen zu weiteren Aktionen der Mutternacht unter www.mutternacht.at

Rückfragehinweis

Mag.a Sandra Jetzinger

Katholische Frauenbewegung Österreichs/ Pressereferentin

Spiegelgasse 3/II

1010 Wien

Tel: 0664-321 89 36

sandra.jetzinger@kfb.at

 

 

 

 

 

Die Katholische Frauenbewegung lädt Sie zum Teilen mit notleidenden Menschen ein. Mit Ihrer Spende für die Aktion Familienfasttag 2013 helfen Sie Frauen, aus eigener Kraft ihre Situation zu verbessern und ihren Kindern Zukunftschancen zu erschließen.

 

 

Bei Fragen wenden Sie sich an:

 

Mag.a Dr.in Katharina Wegan

Öffentlichkeitsarbeit und Spendenservice

Tel: +43 1 51 552-3110

Mobil: +43 664 621 70 82

Email: katharina.wegan[a]kfb.at

 

 

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Dr.in Mag.a Katharina Wegan

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Spendenservice

 

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