Wednesday 19. June 2013

Freiwilligengesetz durch Ehrenamtlichengesetz vervollständigen


Die Katholische Frauenbewegung Österreichs kfbö begrüßt die bevorstehenden Verbesserungen im Freiwilligengesetz und hofft, dass es bald auch für Ehrenamtliche außerhalb von Freiwilligendiensten sozialrechtliche Verbesserungen geben wird.


 

Die im letzten Ministerrat 2011 beschlossene Vorlage für ein neues Freiwilligengesetz bringt wichtige soziale Verbesserungen vor allem für junge Leute in einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder in einem anderen (zeitlich begrenzten) freiwilligen Dienst. Helene Renner, stellvertretende Vorsitzende der kfbö und kfbö-Vertreterin für das Ehrenamt, begrüßt die soziale Anerkennung, die freiwillige Dienste durch das Gesetz bekommen, als wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Wenn das Gesetz Mitte 2012 wie geplant in Kraft tritt, werden Jugendliche in einem Freiwilligen Sozialen Jahr etwa weiter Familienbeihilfe erhalten, was bisher nicht der Fall war.

 

Freiwilligendienste, deren Rahmenbedingungen im neuen Gesetz besser geregelt werden, bilden aber nur einen kleinen Teil der in Österreich ehrenamtlich geleisteten Arbeit, erinnert die stellvertretende kfbö-Vorsitzende. „Auch andere unbezahlte Tätigkeiten, die der Gesellschaft zugute kommen, sollten wesentlich höher als bisher bewertet werden“, ist Helene Renner überzeugt. Viele wichtige ehrenamtliche Dienste verrichten Frauen. Manche sind aufgrund ihrer langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit finanziell völlig vom Einkommen ihres Partners abhängig. „Das ist nicht fair, denn diese Frauen leisten einen riesigen Beitrag in der Gesellschaft“, betont Helene Renner von der kfbö.


 

Damit aus einem ehrenamtlichen Engagement für die Gesellschaft nicht große soziale Nachteile erwachsen, müssen Politik und Wirtschaft ganz konkrete Anliegen der Ehrenamtlichen umsetzen:

  • Es braucht ein soziales Netz für ehrenamtlich Tätige.
  • Eine faire Grundsicherung für Ehrenamtliche bleibt langfristiges Ziel.
  • Bestimmte ehrenamtliche Tätigkeiten sollen auf die Pension angerechnet werden.

Gesellschaft ohne Ehrenamt ist undenkbar

Aufgrund wirtschaftlicher Instabilität und wachsenden Leistungsdrucks können es sich viele Menschen nicht mehr leisten, ehrenamtlich tätig zu sein. Auf Dauer bedeutet das eine Verarmung für die Gesellschaft. Wenn jede Tätigkeit nur mehr im Rahmen der Erwerbsarbeit geschehen würde, wäre das einerseits unleistbar, und würde andererseits einen Mangel an Freiheit und Kreativität bedeuten. Daher ist es wichtig, Ehrenamt auch in Zukunft attraktiv zu gestalten. Die Rahmenbedingungen dafür liegen im Bereich von Politik und Wirtschaft.

Rückfragehinweis

Mag.a Sandra Jetzinger

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Tel: 0664-321 89 36

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