Gott beruft auch Frauen zu Weiheämtern
Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft, plädiert für Zulassung von Frauen zur Weihe als Diakonin
Der Stillstand in der Diskussion um die Zulassung von Frauen zu Weiheämtern in der katholischen Kirche ist nach Ansicht der Katholischen Frauenbewegung Österreichs sehr bedauerlich und muss gemeinsam überwunden werden. Anlässlich des Festes Peter und Paul am 29.Juni 2009, dem traditionsreichen Tag für Priesterweihen in der katholischen Kirche, appelliert kfbö-Vorsitzende Margit Hauft neuerlich an die Kirchenleitung, auch jene Berufungen zu Weiheämtern zu akzeptieren, die Gott Frauen schenkt. „Die Berufung durch Gott muss mehr Gewicht haben als Tradition, Ehelosigkeit oder Geschlecht”, betont Hauft. Vor allem die Zulassung von Frauen zur Weihe als Diakonin sollte „qualifiziert und ernsthaft“ vorangetrieben werden, da in der Bibel von den ersten christlichen Gemeinden bezeugt wird, dass Frauen als Diakoninnen und Apostolinnen wirkten.Die Frage der Zulassung von Frauen zum Priesteramt sollte offensiv erörtert werden. Die wissenschaftliche Forschung sowie der Dialog darüber sollten gefördert werden.
„Auch heute wirken Frauen aufgrund ihrer Berufung in vielfältiger Weise als Seelsorgerinnen in der Familie, im Krankenhaus, am Arbeitsplatz, in der Katechese, in der Pfarrpastoral usw. Dabei stoßen sie jedoch immer wieder an Grenzen, weil manche Vollzüge an das Weiheamt gebunden sind. Die Katholische Frauenbewegung tritt deshalb dafür ein, dass diesen Seelsorgerinnen als erster Schritt der Zugang zum ständigen Diakonat ermöglicht wird. Dies wäre auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer gleichberechtigten und partnerschaftlichen Teilhabe der Frauen am Leben der Kirche,“ erklärt die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft.
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Eleonore Bayer
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