Katholische Frauenbewegung fördert Wissenschaftlerinnen
Mag.a Melanie Berner überzeugte die Jury mit ihrer entwicklungspolitisch relevanten Studie zur ökonomischen Situation von Frauen in Nepal. „GeschlechterFAIRhältnisse - Gender und Fair Trade in Nepal" verknüpft sehr gut theoretische Ansätze mit der praktischen Umsetzungsrealität, schafft Bewusstsein für gerechten Handel und zeichnet sich durch leichte Lesbarkeit aus.
Mag.a Aleksandra Kolodziejczyk konnte mit ihrer Arbeit „Ungewöhnliche Solidaritäten - Das Heterogenitätskonzept der feministischen sozialen Bewegung Mujeres Creando in Bolivien" punkten. Der Jury gefiel die kritische Analyse der politischen und theoretischen Ansätze der untersuchten Organisation.
Mag.a Laura Dobusch untersuchte in ihrer Studie „Eine Frau wird eine Frau bleibt eine Frau - die Geschlechterkonstruktion in der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit Österreichs von 1995 bis 2005". Diese kompetente, unter einem sicherlich enormen Arbeitsaufwand geleistete Genderforschung, die Auswirkungen auf die künftige Arbeit der Austrian Development Agency haben sollte, wurde mit einem Herta Pammer Förderpreis ausgezeichnet.
Diesen Preis erhält auch B.A. Mag.a Corinna Widhalm für ihre gute Analyse von geschlechtsspezifischen Machtaspekten in der Arbeit „Macht und Herrschaft durch Subjektivierung anhand der Maquiladora-Industrie in Mexiko".
Die Bedeutung und Wichtigkeit der hervorragenden Arbeit von Univ.Prof. in DIin Edeltraud Hanappi-Egger, Dipl.Kffr. Dr.in Anett Hermann und Mag.a Dr.in Roswitha Hofmann wird mit einer Anerkennungsurkunde hervorgehoben.
Gedenken an entwicklungspolitische Pionierin der katholischen Kirche Österreichs
Prof.in Herta Pammer war viele Jahre Vorsitzende der kfbö. Sie initiierte 1958 die Aktion Familienfasttag zugunsten von hungernden Menschen in Asien und prägte über Jahrzehnte das entwicklungspolitische Engagement der katholischen Kirche Österreichs. In Würdigung ihrer Verdienste im Bereich Entwicklungsförderung und Frauenbildung vergibt die Katholische Frauenbewegung Österreichs seit 1997 alle zwei Jahre unter dem Motto „Frauen fördern Frauen" den Herta Pammer Preis. Er wird abwechselnd für Arbeiten aus den Bereichen Bildung, Publizistik und Wissenschaft ausgeschrieben.
Der Jury gehörten heuer an: Dr.in Anja Appel, Referentin für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag der kfbö, a.o.Univ.Prof.in Dr.in Birgit Bolognese-Leuchtenmüller vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, a.o.Univ.Prof.in Mag.a Dr.Luise Gubitzer vom Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien, Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Dr.in Karin Schönpflug, Mitarbeiterin am Institut für Höhere Studien und Lektorin am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien, Mag.a Barbara Wandl, Referentin für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag der kfbö.
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Eleonore Bayer
Pressereferentin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs
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