Tuesday 19. November 2019

Katholisches Frauen-Netzwerk fordert Kirchenreformen ein

 

05.11.2019, Stuttgart-Wien, 05.11.2019 (KAP) Ein neu gebildetes katholisches Frauen-Netzwerk im deutschsprachigen Raum hat die Dringlichkeit unterstrichen, "dass angesichts der katastrophalen Kirchenkrise die dringend notwendigen Reformen jetzt in Angriff zu nehmen sind". Die daran beteiligten Frauenverbände und Frauenorden, Initiativen und kirchlichen Gremien aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz schlossen sich nach einem Vernetzungstreffen in Stuttgart in einer Aussendung den Aussagen der Theologin und ehemaligen Ordensfrau Doris Reisinger (Wagner) an, dass Frauen dringend aufhören müssten, "gewaltsame Strukturen mitzutragen".

Es brauche eine baldige wirksame Beteiligung von Frauen, "damit die verwundbaren und verwundeten Menschen und die tödlich bedrohte Schöpfung wieder im Mittelpunkt kirchlichen Engagements stehen".

"Wir Frauen haben keine Zeit mehr zu warten. Wir stehen gemeinsam auf und setzen uns mit aller Macht dafür ein, dass die Kirche Zukunft hat - lebensfreundlich und frauengerecht", erklärte Chantal Götz von der globalen Initiative "Voices of Faith", die "Schlüsselpersonen" im Bereich Frau und Kirche vom 1. bis 3. November nach Stuttgart eingeladen hatte. "Voices of Faith" ist laut eigener Aussage bemüht, führende Vertreter der katholischen Kirche "mit der globalen katholischen Gemeinschaft zusammenzubringen, auf dass sie erkennen mögen, dass Frauen über das Fachwissen, die Fähigkeiten und Talente verfügen, um innerhalb der Kirche bedeutende Führungsrollen übernehmen zu können".

Nach dem ersten Vernetzungstreffen hieß es: "Wir rufen alle Frauen auf: Nutzt eure positive Macht zur Veränderung!" Um diese Forderung zu konkretisieren, wurden bei der Zusammenkunft Kernthemen benannt und Arbeitsgruppen dazu eingerichtet, u.a. zu Sakramententheologie und Ämterstruktur, Kriterien und Transparenz bei Bischofsweihen und Stellenbesetzungen sowie zu "Vulnerabilität". Zu all dem gelte es "innerkirchliche Blockaden zu überwinden". Nachsatz: "Es liegt ganz allein an uns Frauen, inwieweit wir uns selbst sichtbar in dieser Kirche machen wollen."

An dem Stuttgarter Vernetzungstreffen waren u.a. Vertreterinnen des Katholischen Deutschen Frauenbundes, der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, die Initiative "Maria 2.0", der Frauenkirche Zentralschweiz, des Synodalrats Zürich und mehrerer Frauenorden anwesend. Aus Österreich kamen die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Veronika Pernsteiner, Maria Eicher von der Frauenkommission der Diözese Linz und Martha Heizer von "Wir sind Kirche".

Das Netzwerk hält über den deutschsprachigen Raum hinausgehend "ein internationales Treffen auf Weltkirchenniveau" für notwendig. Mit der Organisation betrauten die Teilnehmerinnen des Stuttgarter Treffens "Voices of Faith". (Info:
https://voicesoffaith.org)

 

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

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