Mutternacht
1.600 Frauen weltweit sterben täglich aufgrund von Komplikationen während einer Schwangerschaft oder Geburt, 99% davon in Ländern des Südens. Die Kampagne „Mutternacht" ist eine europaweite Initiative, die am 7. Mai 2011 auch in Österreich Aktivitäten zur Auseinandersetzung mit dem Thema Müttersterblichkeit anregt. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs kfbö schließt sich dieser Initiative gemeinsam mit der Evangelischen Frauenarbeit in Österreich an und lädt in der Mutternacht zum Politischen Nachtgebet ein. Das Nachtgebet wird nicht zentral organisiert, sondern als Liturgievorschlag zur Verfügung gestellt mit der Einladung an Frauengruppen, sich österreichweit an der Aktion zu beteiligen. Die Unterlagen sind erhältlich unter teilen@kfb.at oder frauenarbeit.oe@evang.at.
Beten und Handeln
Die ökumenische Liturgie besteht aus drei Teilen: Information, Gebet und Aktion. „Das Nachtgebet in der Mutternacht verbindet politische Verantwortung und Umsetzung mit der Glaubensfeier", erklärt Dr. Anja Appel, entwicklungspolitische Referentin der Katholischen Frauenbewegung und Mitinitiatorin der Gebetsnacht. Neben Frauenschicksalen, Texten aus dem Alten Testament, Gebeten, Liedern und Predigtanregungen finden sich auch konkrete Ideen, wie sich Frauen für gefährdete Schwangere einsetzen können. Zum Beispiel durch Kontaktnahme zu einer schwangeren Migrantin oder Flüchtlingsfrau in der Umgebung und persönliche Begleitung bis zur Geburt. Oder durch einen Brief an Außenminister Michael Spindelegger mit der Forderung, dass entwicklungspolitische Gelder verstärkt für die Gesundheit von Frauen zur Verfügung gestellt werden.
UNO-Millenniumsziel
Im Vorfeld der Mutternacht am 7. Mai 2011 gibt es in Wien außerdem Medienaktionen, einen Filmabend, Workshops und andere Aktivitäten zur Sensibilisierung für die hohe Sterblichkeit von Müttern in Ländern des Südens. Die Senkung der Müttersterblichkeit ist 5. Millenniumsziel der Vereinten Nationen, an das im Rahmen der Mutternacht 2011 erinnert werden soll.





