Tuesday 15. October 2019
FEM

„Jetzt weiß ich, dass ich am Feld arbeiten kann.“

kfb fördert Frauen, die gleichberechtigt und selbstverwaltet nachhaltige Landwirtschaft im Norden Nicaraguas betreiben.

 

Es hat sich viel verändert, denn heute bin ich eine neue Frau, mit neuen Kenntnissen. Eine Frau, die selber im Leben entscheiden kann – entscheiden kann, was sie mit ihrem Körper macht. Ich bin auch eine Frau, die anbauen kann. Ich habe viel Wissen erworben und das gibt mir das Gefühl, eine Frau mit großem Wert zu sein. Früher war das nicht so. Um ehrlich zu sein: Wenn ich früher jemanden mit Heft und Stift in der Tasche kommen sah, versteckte ich mich hinter der Türe, weil ich mich schämte. Ich schämte mich sogar meinen Namen zu sagen. Heute nicht mehr. Ich präsentiere mich überall, sage meinen Namen, woher ich komme, was meine Aufgaben in der Region sind. Es bereitet mir keine Sorgen mehr. Heute kann ich das alles machen“, berichtet Ivania Maritza Iría aus dem Dorf Pueblo Nuevo im Norden Nicaraguas.

 

Ivania ist Landwirtin und engagiert sich in der Frauenorganisation Fundación entre Mujeres (kurz: FEM) seit der Gründung im Jahr 1995. Von Anfang an setzte sich diese kfb-Partnerorganisation dafür ein, den Frauen Zugang zu Land, Produktionsmitteln und Einkommen zu verschaffen und sie in ihren Rechten auf Bildung und ein Leben ohne Gewalt zu stärken. 

Fotos zum Projekt stehen hier zum Downloaden bereit

 

Bitte klicken Sie auf das Bild, um es herunterzuladen.

 

Für Ivania Maritza Iría aus Pueblo Nuevo bedeutet „das gute Leben“, gemeinsam mit den FEM-Frauen zusammen zu leben und zu arbeiten und dass sie gemeinsam ihre Rechte verteidigen. „Denn ein Recht, das man nicht verteidigt, ist ein Recht, das man verliert. Wenn ich alles mit mir machen lasse, kann ich kein ruhiges und glückliches Leben führen.“
© FEM

 

v.l.n.r.: María Teresa Merlo Olivera (Gemeinde El Rosario, baut Hibiskus, Getreide und Kaffee an), Reyna Merlo Olivera (Gemeinde El Rosario, produziert Saatgut) und Gloria María Martínez
(Gemeinde El Rosario, baut Sorghumhirse, Mais und Bohnen an) „Dank der Bildungsprogramme von FEM begannen wir uns zu organisieren und lernten unsere Rechte als Frauen kennen. Wir 
haben uns verändert, wir sind sowohl ideologisch als auch wirtschaftlich stärker geworden. Heute fühlen wir uns in der Lage zu sprechen, für uns selbst zu bestimmen, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen und die Felder zu bestellen. Früher gingen wir nicht aufs Feld, nur bis zur Feuerstelle. Ich denke, es sind viele Dinge die uns FEM gezeigt hat. Die Fundación hat uns den Weg gezeigt“, sagt Gloria über ihre gemeinsame Zeit bei FEM.
© FEM

Die Frauen haben sich in der gemeinsamen Kooperative Las Diosas organisiert, in der sie Kaffee, Gemüse, Wein, Marmelade, Brot und andere landwirtschaftliche Produkte für lokale, nationale und internationale Märkte sowie den Eigenbedarf herstellen.
© FEM

Die Frauen haben sich in der gemeinsamen Kooperative Las Diosas organisiert, in der sie Kaffee, Gemüse, Wein, Marmelade, Brot und andere landwirtschaftliche Produkte für lokale, nationale und internationale Märkte sowie den Eigenbedarf herstellen.
© FEM

 

Maria Elena Merlo Castillo aus Pueblo Nuevo hat viel erreicht: Mit Hilfe von FEM hat sie ein gutes Selbstwertgefühl entwickelt und ist Imkerin geworden. Voller Freude sagt sie über sich selbst: „Bevor ich FEM kennenlernte, ging ich nie aus, ich war schüchtern. Mit FEM begann ich zu reden, mich selber kennen zu lernen. Jetzt kenne ich meine Rechte als Frau. Ich sagte mir: „Ich bin eine Frau und ich kann viel erreichen.“ Und heute bin ich Imkerin, ich kann meinen eigenen Bienenhonig ernten und es gibt mir etwas, dass es eine Männerarbeit ist, die ich auch machen kann.“
© FEM

Maria Isabell Zamora Muñoz verkauft am Markt Produkte der FEMKooperative Las Diosas.
© Michael I. Kienitz / kfb

Hier können Sie das Logo von FEM herunterladen und wie im Liturgiebehelf angegeben verwenden.

© FEM

  

 

Für Ivania Maritza Iría aus Pueblo Nuevo bedeutet „das gute Leben“, gemeinsam mit den FEM-Frauen zusammen zu leben und zu arbeiten und dass sie gemeinsam ihre Rechte verteidigen. „Denn ein Recht, das man nicht verteidigt, ist ein Recht, das man verliert. Wenn ich alles mit mir machen lasse, kann ich kein ruhiges und glückliches Leben führen.“

© FEM

 

 

So spenden Sie Zukunft

 

Mit 20,- Euro ermöglichen Sie zum Beispiel einer jungen Frau die Teilnahme an einem Workshop, der sie über Ausbildungschancen aufklärt und ihr Mut und Motivation gibt, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

 

Mit 50,- Euro sichern Sie zum Beispiel für eine Schülerin die Unterrichtsmaterialien für ein ganzes Jahr.

 

Mit 300,- Euro ermöglichen Sie zum Beispiel einer Studentin, die landwirtschaftliche Universität zu besuchen und das Wissen in ihrem Dorf weiterzugeben.

Katholische Frauenbewegung Österreichs Katholische Frauenbewegung Österreichs, Referat für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag
1010 Wien, Spiegelgasse 3/2/7, Tel: +43(0)1 / 51 552-3697, E-Mail: teilen@kfb.at
http://www.kfb.at/