Monday 14. October 2019

 

Anita Kafle hat ihr erstes Kind zu Hause entbunden. Mangelndes Wissen um Medizin und Hygiene sowie fehlende Versorgungsangebote in der Umgebung haben diese Geburt für die junge Frau zu einem Trauma werden lassen, das nicht nur psychisch, sondern auch physisch seine Spuren hinterlassen hat.

 

Kafle lebt im nepalesischen District Dolakha, einer jener Regionen, die von den beiden Erdbeben, die Nepal im April und Mai 2015 erschüttert haben, besonders hart getroffen wurden. Seither ist die medizinische Versorgungslage für die Menschen dort, insbesondere Frauen, wieder schwieriger geworden.

 

Schwierig war sie schon immer, weshalb die NGO Rural Rconstruction Nepal (RNN) in Dolakha bereits 2006 begonnen hatte, Entwicklungsprogramme zu installieren, die die Verbesserung der sozioökonomischen Situation marginalisierter Bevölkerungsgruppen am Land zum Ziel haben. Neben Maßnahmen zur Nahrungssicherheit, etwa der Vermittlung von ökologisch und ökonomisch wirksamen Anbaumethoden, stehen im Zentrum dieser Entwicklungsprogramme auch Initiativen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung, vor allem von Frauen und Kindern.

 

So installierte RNN Aufklärungsprogramme zu Hygiene und reproduktiver Gesundheit, workshops für Frauen und Mädchen etwa zu Fragen der Familienplanung oder der Vorbeugung von Krankheiten wie Gebärmuttervorfall, organisiert Impfungen. Dabei geht es nicht nur um eine medizinische, sondern auch um eine soziale Dimension. Frauen und Mädchen, die die Kurse von RNN besuchen, erfahren eine Stärkung ihres Selbstbewusstseins, lernen für sich einzutreten und haben so eine Chance, ihren Status in den lokalen Gemeinschaften zu verändern. Etwa wenn Frauen aus Gründen der Tradition während ihrer Menstruation von allen Tätigkeiten, aus dem Familienleben und sogar aus dem gemeinsamen Wohnraum ausgeschlossen werden – eine Tradition, die Frauen nicht nur diskriminiert, sondern auch ihre Gesundheit gefährden kann.

 

Nach den Erdbeben 2015 waren nahezu alle Einrichtungen von RNN wie auch die staatlichen Gesundheitszentren im District Dolakha zerstört oder beeinträchtigt. RRN hat daraufhin mobile Gesundheitsstationen „Out Reach Clinics“ eingerichtet, die die Grundversorgung im ländlichen Raum vorerst sicherstellen sollen. Das Angebot richtet sich vor allem an die ländliche Bevölkerung, die ansonsten keinen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen hätte.

 

Ein besonderer Fokus der Arbeit in den Stationen liegt auf den Themen Familienplanung und der Schwangerenvor- und -nachsorge. RNN gelingt es auf diesem Weg, innerhalb der Bevölkerung ein Bewusstsein für Familienplanung zu schaffen.

 

Auch Anita Kafle und ihr Mann haben sich gemeinsam für eine langfristige Familienplanung entschieden. Mit ihrer Tochter nimmt Anita regelmäßig die Nachsorgeangebote von RNN in Anspruch. Bevor sie RNN kennenlernte, wusste sie über Frauengesundheit wenig, lesen und schreiben hat sie aufgrund der Armut ihrer Familie nie gelernt. Sie schätzt sich glücklich, nun einen Zugang zu Wissen und Versorgung gefunden zu haben. Gerade erwartet sie ihr zweites Kind.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

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