Tuesday 19. November 2019

HERTA-PAMMER-PREISE 2009 VERLIEHEN

17.6.2009

Katholische  Frauenbewegung Österreichs zeichnete im Gedenken an die Initiatorin der „Aktion Familienfasttag“ wissenschaftliche Arbeiten zum Thema „Frauen und Entwicklung“ aus – Hauptpreise an Mag.a Melanie Berner und Mag.a Aleksandra Kolodziejczyk, Förderpreise für Mag.a Laura Dobusch und B.A. Mag.a Corinna Widhalm

 

Die Herta–Pammer-Preise für außergewöhnliche  wissenschaftliche Arbeiten zum Thema „Frauen und Entwicklung“ wurden am  Dienstagabend, 16. Juni 2009, im Kardinal König Haus in Wien verliehen. Margit  Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, überreichte an  Mag.a Melanie Berner für deren Studie über „GeschlechterFAIRhältnisse – Gender und Fair Trade in Nepal“ einen Hauptpreis in Höhe von 2.500.- Euro. Mag.a  Aleksandra Kolodziejczyk bekam für Ihre Arbeit über „Ungewöhnliche  Solidaritäten – Das Heterogenitätskonzept der feministischen sozialen Bewegung  Mujeres Creando in Bolivien“ ebenfalls einen Herta-Pammer-Hauptpreis in Höhe  von 2500.- Euro. Mit Förderpreisen in Höhe von je 1000.- wurden Mag.a Laura Dobusch für „Eine Frau wird eine Frau bleibt eine Frau - die  Geschlechterkonstruktion in der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit Österreichs von 1995 bis 2005“ und B.A. Mag.a Corinna Widhalm für „Macht und Herrschaft durch Subjektivierung anhand der Maquiladora-Industrie in Mexiko“ ausgezeichnet. Mag.a Widhalm konnte den Preis wegen eines Auslandsaufenthaltes jedoch nicht persönlich entgegennehmen. Dipl.Kffr. Dr.in Anett Hermann erhielt eine Anerkennungsurkunde für ihre gemeinsam mit Univ.Prof. in DIin Edeltraud Hanappi-Egger und Mag.a Dr.in Roswitha Hofmann erstellte Studie „Mehr als Geld - die Rolle von Mikrokreditsystemen für den genderspezifischen sozialen Wandel  in Entwicklungsländern“.

„Dieses qualitativ sehr hoch stehende,  große Forschungsprojekt über Mikrokreditsysteme war mit den anderen  eingereichten Arbeiten nicht vergleichbar. Dennoch haben wir  uns im  Sinne der Katholischen Frauenbewegung dazu entschlossen, den drei im Universitätsbetrieb erfahrenen Frauen keinen Geldpreis zu verleihen, sondern  mit dem Preisgeld junge Wissenschaftlerinnen zu fördern, damit sie ermuntert werden, sich auch in den kommenden Jahren auf diesem Gebiet der Forschung zu engagieren“, begründete Dr.in Karin Schönpflug vom Institut für Höhere Studien in Wien die Entscheidung der Jury.

 

Wissenschaft und Politik verbinden
„Mich ermutigt diese Auszeichnung Wissenschaft und Politik zu verbinden,“ betonte Mag.a Melanie Berner in ihrer Dankesrede. „Es geht nicht darum in einem Elfenbeinturm zu sitzen und zu forschen, Papiere zu  produzieren, die dann niemand liest, sondern eine Verbindung zu schaffen  zwischen dem, was wir an Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten erkennen und hinterfragen, zu anderen Gesellschaftskonzepte.“
 
Hauft: „Herta Pammer blickte über den eigenen Zaun und hinter die Fassade“
Margit Hauft skizzierte das entwicklungspolitische  Engagement von Herta Pammer, die als Vorsitzende der Katholischen  Frauenbewegung Österreichs 1958 die Aktion Familienfasttag zur Bekämpfung des  Hungers in der Welt initiierte und die Gründung der Koordinierungsstelle der  Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Mission forcierte, deren erste ehrenamtliche  Direktorin sie war. Herta Pammer wurde die erste Fachfrau für Entwicklungsförderung in der katholischen Kirche Österreichs, denn sie hatte erkannt, dass Hilfsbereitschaft und guter Wille genauso wenig genügen wie Spendensammeln.
„Herta Pammer förderte den Dialog mit den Partnerinnen in den Ländern des Südens. Sie motivierte zum Hinsehen und  Hinhören. Ein großes Anliegen war ihr immer, über den eigenen Zaun zu blicken  und hinter die Fassaden zu schauen“, betonte Hauft. Die Preisverleihung  sei deshalb ganz im Sinne der 1995 verstorbenen Pionierin der kirchlichen Entwicklungsförderung. Denn auch die ausgezeichneten Wissenschaftlerinnen bemühten sich, Bekanntes zu hinterfragen, genau hin- und auch voraus zu  schauen. Im Sinne von Herta Pammer sollten sie die Preise auch zum Anpacken  und Weitermachen motivieren, wünscht sich die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

Pressephotos der Vorsitzenden

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