Dienstag 22. Mai 2018

Herta Pammer-Preise 2005 verliehen

21.06.2005
Katholische Frauenbewegung Österreichs zeichnete zum 100. Geburtstag der Initiatorin der "Aktion Familienfasttag" journalistische Leistungen auf dem Gebiet der frauenspezifischen, entwicklungspolitischen Berichterstattung aus – Hauptpreis an Judith Brandner, Förderpreise an Monika Kalcsics und Manuela Müller
Die Herta –Pammer- Preise für außergewöhnliche journalistische Leistungen auf dem Gebiet der frauenspezifischen, entwickungspolitischen Berichterstattung wurden am Montagabend, 20. Juni 2005, im Afro Asiatischen Institut in Wien verliehen. Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, überreichte vor zahlreichen Gästen den Hauptpreis in Höhe von 3.500.- Euro an Judith Brandner. Die Förderpreise in Höhe von je 1750.- Euro gingen an Monika Kalcsics und Manuela Müller.

"Mit großer Klarheit und enormer Präzision hat Judith Brandner das Thema Globalisierung und Auswirkung auf Frauen in ihrer 4-teiligen Ö1-Radiokolleg Serie ‚Frauen-Macht-Los?‘ dargestellt", begründete Mag.a Brigitte Handlos, Vorsitzende des Frauen-Netzwerkes-Medien die Entscheidung der Jury. Einfühlsam hat Mag.a Monika Kalcsics das Schicksal von Frauen in Mexiko aufgezeichnet, die gegen die Ignoranz der Gesellschaft und gegen den männlichen Sumpf an Macht, Gewalt und Geld ankämpfen. Ihr in der Reihe "Moment" in Ö1 ausgestrahlter Beitrag "Wenn Frauen plötzlich verschwinden" ist nach einhelliger Meinung der Jury eine herausragende Leistung. Mag.a Manuela Müller von Radio Stephansdom machte mit ihrer Sendung "Armut bekämpfen – Ernährung sichern anlässlich des Welt-Ernährungstages die Bedeutung der Frauen in der Ernährungs-Sicherung deutlich. Auchsiekonnte durch die klare Gestaltung die Jury überzeugen.

Herta Pammer prägte kirchliche Entwicklungsförderung

Die Preisverleihung stand ganz im Zeichen des 100.Geburtstages von Herta Pammer.Sie war eine "prägende Gestalt der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit nach dem Krieg", betonte Weihbischof Ludwig Schwarz. " Herta Pammer war ein Motor, der viele andere mitgerissen und begeistert hat". So initiierte sie die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklungszusammenarbeit und Mission. Ehrenamtlich leitete sie diesen Dachverband kirchlicher entwicklungspolitischer Initiativen von der Gründung im Jahr 1964 bis 1982. Nach dem Konzil baute sie 1969 die kirchliche Kommission für Gerechtigkeit und Frieden "Justitia et Pax" in Österreich auf, der sie von 1969 bis 1986 vorstand. Wesentlich war sie auch am Aufbau des internationalen Dachverbandes katholischer nationaler Gremien für Entwicklungsförderung, CICE, beteiligt. Sie arbeitete von Beginn an im Afro Asiatischen Institut in Wien mit und setzte sich für den interreligiösen Dialog ein.

Immer wieder appellierte sie an die Regierung, mehr und echte Entwicklungsförderung zu betreiben. Bundeskanzler Bruno Kreisky beauftragte Herta Pammer ein österreichisches Entwicklungshilfekonzept zu entwerfen. Dies führte 1971 zur Gründung des entwicklungspolitischen Beirats.

Ihr Motto "Es muss alles getan werden, um die Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern. " sei heute genauso aktuell, betonte Weihbischof Schwarz. Die Bedeutung von Herta Pammer werde in Zukunft noch deutlicher bewusst werden.

Ingrid Klein, langjährige ehemalige Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, skizzierte das Leben der 1995 verstorbenen Initiatorin der Aktion Familienfasttag der kfbö. Als Herta Pammer vor 50 Jahren als damalige Vorsitzende der kfbö bei einer Tagung der Weltunion Katholischer Frauenverbände in Rom von der enormen weltweiten Hungersnot hörte, bewirkte ihre große Betroffenheit ein bis zu ihrem Tod anhaltendes Engagement für Entwicklungszusammenarbeit und weltweite Solidarität. Unaufhörlich propagierte sie in Wort und Tat: "Wir alle in der Welt sind aufeinander angewiesen und füreinander verantwortlich." Im heurigen Gedenkjahr müsse auch Herta Pammer als große Österreicherin erkannt werden.

Pressereferentin der kfbö

Mag.a Elisabeth Ohnemus

Tel: 0664-321 89 36

Email: elisabeth.ohnemus[a]kfb.at

Pressephotos der Vorsitzenden

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Katholische Frauenbewegung Österreichs Katholische Frauenbewegung Österreichs, Referat für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag
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