Druckansicht - Donnerstag 9. September 2010
Glaube - Wellness für die Seele?
Noch vor 20 Jahren war der Begriff "Wellnes"“ in unserem Sprachgebrauch ein Fremdwort, dessen Übersetzung uns nicht sehr geläufig war. Heute ist dieses Wort, das ursprünglich aus dem Englischen kommt und eigentlich nichts anderes als "Wohlbefinden" heißt, aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Es ist ein sehr dehnbarer Ausdruck, vor allem einer, mit dem jede/jeder etwas anfangen kann.

Wenn wir als kfb nun dieses Modewort mit unserem Glauben in Verbindung bringen, drängt sich das Fragezeichen geradezu auf: Ist es überhaupt legitim, den Glauben als Quelle des Wohlbefindens zu sehen?

1. Antwort: Ja! - Glaube soll, kann, muss uns gut tun (vgl. Evangelium= Frohbotschaft ) Er soll uns nicht nur auf das "Leben nach dem Tod" vorbereiten bzw. vertrösten, sondern uns zu einem erfüllten "Leben vor dem Tod"“ hinführen.

2. Antwort: Ja, aber! -  Im Gegensatz zu Wellness, die ausschließlich das eigene Wohlbefinden im Blick hat, ist Glaube auch immer auf ein DU ausgerichtet, auf tragende Gemeinschaft, auf Verantwortung füreinander.

Wir wollen mit diesem Themenschwerpunkt als kfb verstärkt nach oft verborgenen, verschütteten Schätzen unseres Glaubens suchen. Vieles, was heute häufig in uns fremden Kulturen und Religionen gesucht wird,  wird sich finden lassen: Orte der Stille und der Kraft, Feste und Feiern als Quelle der Freude, Musik, Meditation, Kunst ....
Auch in der Bibel lesen wir viele Worte, in denen Gott unserer Sehnsucht nach Glück und Wohlergehen antwortet.
Einige "Wellnessstellen" zum Nachlesen und Nachdenken:
Psalm 23, 1-6. - Psalm 36, 6-10. -  Jeremia 33,6

Die Auseinandersetzung mit diesem Thema will uns dazu verhelfen, einem Glauben auf die Spur zu kommen, der einerseits uns selber gut tut, Wohlbefinden vermittelt und zusätzlich ein tragfähiges Fundament für alle Tage unseres Lebens und unser Zusammenleben in Gemeinschaft darstellt.

Margit Hauft
Vorsitzende der kfbö
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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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