Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Steuerabsetzbetrag für Ehrenamt
Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert Aufwertung ehrenamtlicher Tätigkeiten und Anrechnung bei Pensionsbemessung


Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich für eine Aufwertung ehrenamtlicher Arbeit ein. Am Internationalen Tag der Freiwilligen, 5.Dezember, erneuert sie deshalb ihre Forderung nach einem Steuerabsetzbetrag  für freiwillig unbezahlt erbrachte Leistungen. Außerdem sollten regelmäßig  und langfristig erbrachte ehrenamtliche Tätigkeiten bei der Pensionsbemessung berücksichtigt werden.
"In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit und einer schlechten Finanz- und Wirtschaftslage stellt sich für immer mehr Menschen die Frage, ob sie sich ein Ehrenamt überhaupt noch leisten können", meint Helene Renner, stellvertretende Vorsitzende der kfbö. "Es braucht die nötigen Rahmenbedingungen, damit die Freiwilligen nicht aus dem sozialen Netz fallen." So sollte eine günstige Weiterversicherung für ehrenamtlich Tätige überlegt werden.

Frauenarbeit erspart Kirche 68 Millionen Euro


Renner wendet sich auch entschieden gegen eine Engführung der Freiwilligenarbeit auf soziale Tätigkeiten. "Auf die ehrenamtlichen Leistungen in den Kirchen wird leider allzu oft vergessen. Sie werden vielfach als selbstverständlich angenommen. Aber vieles von dem, was heute ganz selbstverständlich in Anspruch genommen wird, ist nur möglich, weil in hohem Maße von vielen Menschen unentgeltlich gearbeitet wird."
Unter Leitung der stv. kfb-Vorsitzenden wurde in Österreichs größter Frauenorganisation eine Erhebung über die ehrenamtliche Arbeit der kfb-Mitglieder in den Pfarren durchgeführt. Sie ergab, dass jährlich rund 9,6 Millionen Stunden im Wert von 68 Millionen Euro  unentgeltlich geleistet werden.

Dank an Ehrenamtliche


Am "Internationalen Tag der Freiwilligen" dankt Helene Renner  all diesen Frauen, die durch ihr Engagement lebendige Pfarrgemeinden schaffen und im Rahmen der Aktion Familienfasttag der kfb Entwicklungszusammenarbeit ermöglichen. " Alle diese Frauen nützen die ihnen geschenkten Talente für ein Engagement in Kirche und Gesellschaft. Sie sehen ihr Ehrenamt als gelebte Berufung und dürfen deshalb weder als Notnägel noch als Lückenbüßerinnen angesehen werden. Es gilt, diese Leistungen mehr zu würden und sichtbarer zu machen."

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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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