Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Wert der ehrenamtlichen Arbeit anerkennen
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs engagiert sich seit Jahren für eine Aufwertung des Ehrenamtes. Anlässlich des Internationalen Jahrs der Freiwilligen führte die kfbö 2001 unter dem Motto „Alles umsonst?" eine österreichweite Kampagne durch. Mit einem Informationsblatt und einem Kleber wurde auf die unersetzliche Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit für den Zusammenhalt der Gesellschaft hingewiesen, die öffentliche Diskussion um eine gerechte Bewertung und Aufteilung sowie um die notwendigen Rahmenbedingungen gefördert.


 

Bei Pension und Steuer anrechnen

 

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs trat bereits damals im Internationalen Jahr der Freiwilligen dafür ein, dass ehrenamtliche Arbeit auf die Pension angerechnet wird und einen Steuerabsetzbetrag bewirkt. Für ehrenamtliche Tätigkeiten sollte auch eine Freistellung im Rahmen der Erwerbstätigkeit möglich sein. Eine Unfallversicherung sollte für Freiwillige in gewissen Bereichen gesetzlich vorgeschrieben sein. Weiters setzt sich die Katholische Frauenbewegung bis heute für eine unbürokratische Spesenvergütung ein und fordert zusätzliche Aufwandsentschädigungen und Versicherungen bei umfangreichen Tätigkeiten.
Entschieden wendet sich die kfbö heute wie damals gegen alle Tendenzen, die den Staat und die Körperschaften aus ihren sozialen Verpflichtungen entlassen und der Schaffung von bezahlten Arbeitsplätzen durch ehrenamtliche Arbeit entgegenwirken.

16,7 Millionen Stunden pro Woche umsonst arbeiten?

Eine Studie der Abteilung Sozialpolitik der Wirtschaftsuniversität Wien ergab, dass 16,7 Millionen Stunden wöchentlich an unbezahlter, freiwilliger Arbeit von 51 Prozent der Bevölkerung geleistet werden. "Alles umsonst?" fragte angesichts dieser Zahlen die kfbö 2001 und betonte mit einer für diese Kampagne geschaffenen Zeichnung von einer die Lasten der freiwilligen Arbeit hochstemmenden Frau, dass unbezahlte Leistungen überwiegend von Frauen erbracht werden.

Arbeit gerechter zwischen Männer und Frauen verteilen

Damit auch in Zukunft möglichst viele Menschen diese unbezahlbare Arbeit leisten können sind nach Ansicht der Katholischen Frauenbewegung nicht nur entsprechende Rahmenbedingungen, sondern vor allem auch eine gerechtere Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen Frauen und Männern notwendig.

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Jahresbericht 2008

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(Kurzfassung)



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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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