Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Entwicklungspolitik: Gewalt an Frauen weltweit bekämpfen

Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert internationales Engagement - Einsatz gegen Gewalt an Frauen muss Schwerpunkt der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit werden



Entwicklungspolitik: Gewalt an Frauen weltweit bekämpfen
Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert internationales Engagement - Einsatz gegen Gewalt an Frauen muss Schwerpunkt der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit werden

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs appelliert anlässlich der am 25. November 2009 beginnenden Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen" an die Verantwortlichen der österreichischen Entwicklungspolitik mehr Projekte zur Beseitigung der Gewalt an Frauen zu unterstützen. Da häusliche Gewalt die am weitesten verbreitete Todesursache von Frauen ist, und weltweit mehr Frauen an den Folgen von Misshandlungen als an Krebs sterben, sollte dieses Problem auch in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mehr beachtet werden. So sei der Aufbau von Hilfseinrichtungen aber auch die Finanzierung von bewusstseinsbildenden Kampagnen dringend notwendig.
 
„Gewalt an Frauen ist ein globales Problem, dem national und international entgegengetreten werden muss. In Österreich wurden in jüngster Zeit beispielgebende Initiativen zur Gewaltbekämpfung gesetzt. Diese Maßnahmen müssen noch mehr als bisher international publik gemacht und von Partnerländern eingefordert werden", betont die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft.

 „Aber gute Gesetzte, die in vielen Ländern existieren, scheitern nicht allein an der Umsetzung in der Praxis, sondern auch an der gesellschaftlichen Tabuisierung dieses Phänomens. Für betroffene Frauen bedeutet dies oft ein nahezu unüberwindliches Hindernis. Deshalb motiviert die Katholische Frauenbewegung seit Jahren Frauen im In-und Ausland, das Schweigen über Gewalterfahrungen zu brechen und  den Beistand von Fachleuten zu suchen. Von unseren Projektpartnerinnen in Lateinamerika und Asien lernen wir, dass der Weg an die Öffentlichkeit und die Zusammenarbeit in Frauengruppen häusliche Gewalt zurückdrängen können. Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit sollte deshalb derartige Projekte in Partnerländern verstärkt finanzieren", fordert Hauft.
Das Engagement gegen Gewalt an Frauen im Inland wie im Ausland ist seit Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Sie initiierte nicht nur im Inland Frauenhäuser und Beratungsstellen für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch, sondern unterstützt auch mit Mitteln aus ihrer „Aktion Familienfasttag" Projektpartnerinnen in Asien und Lateinamerika bei deren Kampf gegen häusliche Gewalt und engagiert sich in nationalen und internationalen Netzwerken.

Notglocke für Gewaltopfer in indischen Dörfern
In Kolumbien beispielsweise erwirkt eine Partnerorganisation Musterprozesse gegen Täter. In Indien lernen die Mitglieder in den von der Aktion Familienfasttag der kfb unterstützten Frauengruppen, wie sie sich gegenseitig beistehen und in akuten Fällen eingreifen können. So wird etwa eine Notglocke mitten im Dorf aufgehängt, die angeschlagen wird, wenn eine Frau Hilfe braucht.
 F.d.R.:
Eleonore Bayer
Pressereferentin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs

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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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