Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Väter in die Pflicht nehmen

Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs sieht im einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld nur ersten Schritt zur partnerschaftlichen Kleinkinderziehung



VÄTER IN DIE PFLICHT NEHMEN
Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs sieht im einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld nur ersten Schritt zur partnerschaftlichen Kleinkinderziehung

„Die Ausweitung des Kinderbetreuungsgeldes um eine einkommensabhängige Variante ist wichtig und lobenswert. Allerdings kann sie nur ein erster, allerdings wesentlicher Schritt zur partnerschaftlichen Kleinkindbetreuung und Erziehung sein." Dies betonte die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft am Dienstag, 15. September 2009. „Ob das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld tatsächlich alte Rollenbilder aufbrechen und Väter zur Babypflege motivieren kann, wird die Zukunft zeigen. Wünschenswert ist eine Halbierung der Karenzzeit zwischen Mutter und Vater, weil dadurch auch am besten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht wird. Aber dafür braucht es Bewusstseinsbildung und ein Umdenken in der Wirtschaft, damit Väter in die Pflicht genommen werden und Männer eine Chance haben, mehr als bisher Väter zu sein."
 
Hauft appelliert an die Regierung, nach dieser Reform nicht innezuhalten und das Thema Kinderbetreuungsgeld abzuhacken. „Es bedarf weiterer Überlegungen und notwendiger Reformen, wie alte Rollenbilder verändert und Partnerschaft von Eltern konkret gelebt werden kann."  Vor allem dürften Alleinerziehende nicht länger benachteiligt werden. Die Ausweitung der Bezugszeit des Kinderbetreuungsgeldes für Härtefälle könne auch nur als erster Schritt in die richtige Richtung gewertet werden.


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