Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Einkommensschere erfordert konkretes Handeln

Bundesleitung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs verlangt von Regierung und Sozialpartnern effiziente, pragmatische Strategie zum Abbau der Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen



Die Offenlegung von Gehältern kann nur ein erster, wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Benachteiligung von Frauen bei der Entlohnung am Arbeitsmarkt sein. Die Bundesleitung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs appelliert deshalb an die Bundesregierung und die Sozialpartner endlich konkrete Maßnahmen für mehr Einkommensgerechtigkeit zwischen den Geschlechtern zu beschließen. Der diesbezügliche Vorschlag von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek müsse als Impuls für eine effiziente, pragmatische Strategie zur Schließung der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen genützt werden. Bei ihrer Sitzung am Mittwoch, 24. Juni 2009 in Salzburg waren sich die kfb-Delegierten aus ganz Österreich einig, dass Sanktionen gegen Unternehmen, die Frauen bei der Entlohnung diskriminieren, unerlässlich seien.
 
„Der Vorschlag der Frauenministerin darf weder zerredet noch abgelegt werden“, betont Margit Hauft, die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. „ Auch in der Wirtschaftskrise dürfen wir uns nicht damit begnügen, die ständig größer werdenden Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen nur aufzuzeigen und tatenlos zum Alltagsgeschäft überzugehen. Wir fordern deshalb die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf, die Gleichstellung von Mann und Frau am Arbeitsmarkt nicht zur leeren Floskel verkommen zu lassen, sondern dafür zu sorgen, dass  tatsächlich gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit bezahlt wird.“

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Eleonore Bayer
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