Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Katholische Frauenbewegung fördert Wissenschaftlerinnen
28.5.2009

Herta Pammer Preise 2009 für wissenschaftliche Arbeiten zum Thema „Frauen und Entwicklung" vergeben

Der mit 7000.- Euro dotierte Herta Pammer Preis für außergewöhnliche wissenschaftliche Arbeiten zum Thema „Frauen und Entwicklung" wird heuer auf vier Wissenschaftlerinnen aufgeteilt. Die Jury entschied, dass je 2.500.- Euro Mag.a Melanie Berner und Mag.a Aleksandra Kolodziejczyk zugesprochen werden. Förderpreise in Höhe von je1000.- Euro ergehen an Mag.a Laura Dobusch und B.A. Mag.a Corinna Widhalm, eine schriftliche Würdigung an das Autorinnenteam Univ.Prof. in DIin Edeltraud Hanappi-Egger, Dipl.Kffr. Dr.in Anett Hermann und Mag.a Dr.in Roswitha Hofmann. Die Preisverleihung findet am 16. Juni um 18.30 Uhr im Kardinal König Haus in 1130 Wien statt.



Untersuchungen über Frauen als Akteurinnen von Veränderung
Mag.a Melanie Berner überzeugte die Jury mit ihrer entwicklungspolitisch relevanten Studie zur ökonomischen Situation von Frauen in Nepal. „GeschlechterFAIRhältnisse - Gender und Fair Trade in Nepal" verknüpft sehr gut theoretische Ansätze mit der praktischen Umsetzungsrealität, schafft Bewusstsein für gerechten Handel und zeichnet sich durch leichte Lesbarkeit aus.
Mag.a Aleksandra Kolodziejczyk konnte mit ihrer Arbeit „Ungewöhnliche Solidaritäten - Das Heterogenitätskonzept der feministischen sozialen Bewegung Mujeres Creando in Bolivien" punkten. Der Jury gefiel die kritische Analyse der politischen und theoretischen Ansätze der untersuchten Organisation.
Mag.a Laura Dobusch untersuchte in ihrer Studie „Eine Frau wird eine Frau bleibt eine Frau - die Geschlechterkonstruktion in der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit Österreichs von 1995 bis 2005". Diese kompetente, unter einem sicherlich enormen Arbeitsaufwand geleistete Genderforschung, die Auswirkungen auf die künftige Arbeit der Austrian Development Agency haben sollte, wurde mit einem Herta Pammer Förderpreis ausgezeichnet.
Diesen Preis erhält auch B.A. Mag.a Corinna Widhalm für ihre gute Analyse von geschlechtsspezifischen Machtaspekten in der Arbeit „Macht und Herrschaft durch Subjektivierung anhand der Maquiladora-Industrie in Mexiko".
Die Bedeutung und Wichtigkeit der hervorragenden Arbeit von Univ.Prof. in DIin Edeltraud Hanappi-Egger, Dipl.Kffr. Dr.in Anett Hermann und Mag.a Dr.in Roswitha Hofmann wird mit einer Anerkennungsurkunde hervorgehoben.

Gedenken an entwicklungspolitische Pionierin der katholischen Kirche Österreichs
Prof.in Herta Pammer war viele Jahre Vorsitzende der kfbö. Sie initiierte 1958 die Aktion Familienfasttag zugunsten von hungernden Menschen in Asien und prägte über Jahrzehnte das entwicklungspolitische Engagement der katholischen Kirche Österreichs. In Würdigung ihrer Verdienste im Bereich Entwicklungsförderung und Frauenbildung vergibt die Katholische Frauenbewegung Österreichs seit 1997 alle zwei Jahre unter dem Motto „Frauen fördern Frauen" den Herta Pammer Preis. Er wird abwechselnd für Arbeiten aus den Bereichen Bildung, Publizistik und Wissenschaft ausgeschrieben.

Der Jury gehörten heuer an: Dr.in Anja Appel, Referentin für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag der kfbö, a.o.Univ.Prof.in Dr.in Birgit Bolognese-Leuchtenmüller vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien, a.o.Univ.Prof.in Mag.a Dr.Luise Gubitzer vom Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien, Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Dr.in Karin Schönpflug, Mitarbeiterin am Institut für Höhere Studien und Lektorin am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien, Mag.a Barbara Wandl, Referentin für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag der kfbö.

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Eleonore Bayer
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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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