Die Katholische Frauenbewegung Österreichs ruft alle wahlberechtigten Frauen zur Teilnahme an den kommenden Nationalratswahlen auf. Sie appelliert an die Wählerinnen, das unterschiedliche Frauenbild und das frauenpolitische Engagement der einzelnen wahlwerbenden Parteien und Gruppierungen kritisch zu prüfen. Für die Wahlentscheidung sollte auch ausschlaggebend sein, welche Rolle Frauen in diesen Parteien und Gruppierungen spielen. Da die Mehrzahl der Stimmberechtigten weiblich ist, könnten Frauen den Wahlausgang entscheidend beeinflussen. Deshalb sollte keine Frau am 28.September 2008 aus Enttäuschung über die Politik oder aus Zeitmangel der Wahl fernbleiben.
"Auf das schwer erkämpfte Wahlrecht für Frauen darf nicht leichtfertig verzichtet werden", betont die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft. "Wir müssen mit unserer Stimmabgabe eine effiziente Politik für Frauenanliegen fördern, um die drohende Frauenarmut im Alter zu vermeiden und eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf zu ermöglichen. Ohnmachtsgefühle, Ängste und Zukunftssorgen, die Frauen häufig angesichts des politischen Machtapparates, steigender Preise und vager Zukunftsperspektiven empfinden, müssen überwunden werden, um mit der Stimmabgabe die Weichen für eine Politik zu stellen, die tatsächlich eine Verbesserung der realen Lebensverhältnisse der häufig überbelasteten und ungerecht entlohnten Frauen in Österreich bewirkt."




