Teilen mit Katastrophenopfern in Nicaragua
Vorortbüro von HORIZONT3000 sichert effiziente Hilfe
Über das nicaraguanische Vorortbüro von HORIZONT3000, der auch von der kfbö mitgegründeten und getragenen österreichischen Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, werden mit den Spenden aus Österreich der Wiederaufbau von Häusern und Schulen, Wasserleitungen und Sanitäreinrichtungen, Notunterkünfte, Gesundheitsmaßnahmen sowie psychologische Betreuung der traumatisierten Bevölkerung finanziert. Das Vorortbüro von HORIZONT3000 in Nicaragua ist in engem Kontakt mit lokalen Partnerorganisationen und koordiniert sich mit den staatlichen Stellen, UN-Institutionen, EU und anderen internationalen Gebern, um die Hilfsmaßnahmen effizient zu organisieren.
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs unterstützt sehr erfolgreich mit Mitteln aus ihrer Aktion Familienfasttag seit Jahren in Nicaragua Frauenförderungsprojekte. Frauen konnten sich so Land kaufen und landwirtschaftliche Betriebe errichten. So ist ihre Existenz gesichert,. Sie können eigenständig leben und ihren Kindern bessere Zukunftschancen bieten. Im Katastrophengebiet ist die kfbö vor allem bei der Ausbildung von Lehrerinnen und in der Gesundheitsvorsorge für die ländliche Bevölkerung engagiert. Sie fördert in dieser Region u.a. Projekte zur Bekämpfung von Gewalt und AIDS sowie zur Stärkung der Menschen- und Frauenrechte.
Zerstörte Infrastruktur lähmt Alltagsleben
Der Hurrican Felix traf am 4. September 2007 bei Sandy Bay auf die nördliche autonome Atlantikregion Nicaraguas und verwüstete die Gegend von Bilwi entlang des Rio Coco, dem Grenzfluss zwischen Nicaragua und Honduras. Im Moment geht man von bis zu 100.000 Geschädigten in 49 Dörfern und Siedlungen aus. Das Vorortbüro von HORIZONT3000 übermittelt täglich neue Schreckensmeldungen. So wurden nach unbestätigten Pressemeldungen bisher 170 Tote geborgen, doch weit mehr als 100 Personen sind nach wie vor vermisst. Über die Situation von ca. 30.000 Einwohner/innen im Landesinneren, deren Siedlungen noch unzugänglich sind, ist noch nichts Genaueres bekannt. Fast 8.000 Häuser wurden völlig zerstört, weitere ca. 10.000 teilweise. In Bilwi und Umgebung gibt es Tausende Obdachlose. Es besteht akute Epidemiegefahr und es herrscht große Angst vor Plünderungen. Hinzu kommt der Ausfall fast der gesamten Infrastruktur, der Wasserversorgung, der Straßenverbindungen, des Strom- und Telefonnetzes und des Flughafens. Davon sind vor allem die Partnerinnen der Katholischen Frauenbewegung Österreichs betroffen, sodass sie derzeit ihre Projekte nicht planmäßig durchführen können.

Foto: Aktion Sei so frei / Katholische Männerbewegung Linz







