Bibel in gerechter Sprache nicht Tabu
Die Geschäftsführung der kfbö hat sich bei ihrer jüngsten Sitzung mit verschiedenen vielfach ablehnenden Stellungnahmen gegenüber der "Bibel in gerechter Sprache" auseinander gesetzt. Sie ist davon überzeugt, dass die Kritik nicht den Wert dieses ökumenischen Projektes schmälert, sondern nur die Diskussion fördert und zur weiteren Forschung anregen wird. Sicherlich würden ungewohnten Formulierungen in der "Bibel in gerechter Sprache" manchen Gläubigen Schwierigkeiten bereiten. Für die Katholische Frauenbewegung Österreichs ist es aber wichtig, dass in einer Bibelübersetzung Gott nicht nur in traditionelle männliche Bilder gepresst wird, sondern auch weibliche Gottesbilder benannt und Frauen zur Sprache gebracht werden.
Das Projekt "Bibel in gerechter Sprache" wurde von der kfbö aber nicht nur wegen des Versuchs, in einer frauengerechten Sprache zu übersetzen, finanziell unterstützt. Wichtig für diese Entscheidung war der kfbö auch die Eliminierung von Antijudaismen im Text und die Herausarbeitung des jüdischen Kontextes. Die "Bibel in gerechter Sprache" wurde vor allem aber auch deshalb von der kfbö unterstützt, da sie ein Zeugnis für die Lebendigkeit der Ökumene ist.







