Druckansicht - Donnerstag 9. September 2010
Bibel in gerechter Sprache nicht Tabu
18.04.2007

Katholische Frauenbewegung sieht neuen Impuls für Bibelarbeit Ungewohnte Formulierungen fördern Auseinandersetzung mit Text


Mit großem Bedauern nimmt die Geschäftsführung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) die ablehnende Haltung verschiedener Kirchenleitungen gegenüber der "Bibel in gerechter Sprache" zur Kenntnis,  denn sie sieht in diesem ökumenischen Projekt einen neuen Impuls für die Bibelarbeit.  Die ungewohnten Formulierungen in dieser Bibelübersetzung regen zum genauen Hinschauen und Hinhören sowie zum Reflektieren des persönlichen Gottesbildes an. Die Geschäftsführung der kfbö spricht sich deshalb dafür aus, dass die "Bibel in gerechter Sprache" in den Frauengruppen zur Bibelarbeit genauso wie andere nicht von den Kirchenleitungen approbierte Bibelübersetzungen verwendet werden soll. Sie erinnert ihre Mitglieder jedoch daran, dass diese Bibeltexte nicht für katholische Gottesdienste zugelassen sind.
Die Geschäftsführung der kfbö hat sich bei ihrer jüngsten Sitzung mit verschiedenen vielfach ablehnenden Stellungnahmen gegenüber der "Bibel in gerechter Sprache" auseinander gesetzt. Sie ist davon überzeugt, dass die Kritik nicht den Wert dieses ökumenischen Projektes schmälert, sondern nur die Diskussion fördert und zur weiteren Forschung anregen wird. Sicherlich würden ungewohnten Formulierungen  in der "Bibel in gerechter Sprache" manchen Gläubigen Schwierigkeiten bereiten. Für die Katholische Frauenbewegung Österreichs ist es aber wichtig, dass in einer Bibelübersetzung Gott nicht nur in traditionelle männliche Bilder gepresst wird, sondern auch weibliche Gottesbilder benannt und Frauen zur Sprache gebracht werden.
Das Projekt "Bibel in gerechter Sprache" wurde von der kfbö aber nicht nur wegen des Versuchs, in einer frauengerechten Sprache zu übersetzen, finanziell unterstützt. Wichtig für diese Entscheidung war der kfbö auch die Eliminierung von Antijudaismen im Text und  die Herausarbeitung des jüdischen Kontextes. Die "Bibel in gerechter Sprache" wurde vor allem aber auch deshalb von der kfbö unterstützt, da sie ein Zeugnis für die Lebendigkeit der Ökumene ist.
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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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