Druckansicht - Donnerstag 9. September 2010
Strukturelle Gewalt gegen Frauen bekämpfen
07.03.2007

Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert am Internationalen Frauentag 2007 eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen und Recht auf gemeinsames Familienleben für binationale Ehepaare


Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) ruft am Internationalen Frauentag, 8.März 2007, zur effizienten Bekämpfung von struktureller Gewalt gegen Frauen auf. Denn menschenunwürdige Gesetze, patriarchale Traditionen, ausbeuterische Arbeitsbedingungen zwingen nach wie vor weltweit Frauen  in Armut, Abhängigkeit und Unterdrückung. Die kfbö appelliert deshalb an die Bundesregierung, auf internationaler Ebene verstärkt Gleichberechtigung und Eigenständigkeit der Frauen sowie die Durchsetzung von Frauenrechten einzufordern.

In Österreich sind nach Ansicht der Katholischen Frauenbewegung  vor allem Migrantinnen Opfer struktureller Gewalt. Die kfbö fordert deshalb ein vom Ehemann unabhängiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen, um familiäre Gewaltsituationen leichter aufbrechen zu können. Denn derzeit müssen Migrantinnen befürchten, dass sie im Falle einer Trennung vom Ehemann ihre Niederlassungsbewilligung verlieren und verharren deshalb in häuslichen Gewaltsituationen.

Die aufgrund des österreichischen Fremdengesetzes durchgeführte zwangsweise Trennung von binationalen Ehepaaren wird von der kfbö ebenso als strukturelle Gewalt strikt abgelehnt. Auch ausländischen EhepartnerInnen muss ein Recht auf ein gemeinsames Familienleben zugestanden werden. Die propagierte Familienförderung muss allen in Österreich lebenden Menschen zuteil werden, denn der Wert der Familie wird nicht durch die Staatszugehörigkeit
bestimmt.
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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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