Unterdrückende Bilder zerstören
Die diesjährige Sommerstudientagung ist der Auseinandersetzung mit dem Wandel von Gottes- und Menschenbildern gewidmet.
Margit Hauft, Vorsitzende der kfbö, unterstrich die Notwendigkeit, tradierte Bilder kritische zu hinterfragen und sich nicht von fixen Vorstellungen einengen zu lassen. „Wenn wir eine Änderung in der Kirche wünschen, dann müssen wir Bilder loslassen, aber auch unterschiedliche Bilder nebeneinander gelten lassen“, betonte Hauft.
Die Frauenreferentin des Landes Tirol, Mag.a Elisabeth Stögerer-Schwarz lobte die Hartnäckigkeit und den langen Atem der Katholischen Frauenbewegung, mit der sie sich in der Kirche für Geschlechtergerechtigkeit einsetzt und ein Ernstnehmen der Bedürfnisse von Frauen und Männern verlangt. Die kfb gebe jenen Menschen Stimme und Gehör, die oft überhört werden. Die Frauenreferentin würdigte den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Frauen, die im Unterschied zu den Männern unsichtbar, leiser und meist hinter der Bühne sich darum kümmern, dass alles reibungslos läuft.
An der Sommerstudientagung in Matrei nehmen die Leitungsteams der kfb aus allen österreichischen Diözesen sowie aus Südtirol und ein Gast aus der Slowakei teil. Bis 14. Juni 2006 werden bei Vorträgen und Workshops die vielfältigen Gottesbilder in der Bibel sowie das Glaubensbekenntnis erörtert, aber auch feministisch-theologische Überlegungen angestellt und persönliche Vorstellungen von Gott reflektiert.







