Gleichstellung braucht mehr als Gesetze
Die geringe Inanspruchnahme der Väterkarenz zeigt deutlich, dass ein Gesetz allein noch wenig bewirkt. Denn trotz Kindergeld können Familien auf das volle, meist höhere Einkommen des Mannes nicht verzichten. Außerdem müssen Männer häufig mit beruflichen Nachteilen rechnen, wenn sie die gesetzlich zustehenden Karenz- und Pflegezeiten in Anspruch nehmen. Die Basis einer effizienten Gleichstellungspolitik bilden deshalb Bewusstseinsbildungsprozesse.
Für Frauen wirkt sich die Geburt eines Kindes nach wie vor meist negativ auf ihre berufliche Karriere aus. Der Wiedereinstieg in den Beruf wird immer schwieriger. Der Mangel an qualitativer, gut bezahlter Teilzeitarbeit sowie fehlende Vollzeit-Arbeitsplätze für Frauen lassen Mütter leicht in die Armutsfalle geraten und keine eigenständige ausreichende Existenzsicherung im Alter erreichen.
Angesichts dieser Situation hält die Katholische Frauenbewegung eine effizientere Politik für die in Österreich lebenden Frauen für dringend geboten.







