Druckansicht - Donnerstag 9. September 2010
Strukturelle Gewalt überwinden
24.11.2005

Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert zum Schutz vor Gewalt eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen


Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö)tritt für ein vom Ehemann unabhängiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen ein, um familiäre Gewaltsituationen leichter aufbrechen zu können. Denn derzeit müssen Migrantinnen befürchten, dass sie im Falle einer Trennung vom Ehemann ihre Niederlassungsbewilligung verlieren und verharren deshalb in häuslichen Gewaltsituationen.

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, 25. November 2005, appelliert die Geschäftsführung der kfbö deshalb an die Bundesregierung, strukturelle Gewalt, die Frauen in Armut, Abhängigkeit und Unterdrückung zwingt, effizienter europaweit zu bekämpfen. Nur so könne Eigenständigkeit von Frauen als Basis für die Überwindung von Abhängigkeit und Gewalt ermöglicht werden.

Frauenministerin lenkt von österreichischen Problemen ab

Die derzeitige Konzentration der Regierung auf Themen wie Bekämpfung von Genitalverstümmelung, Zwangsehen und Ehrenmorde erweckt den Eindruck, Gewalt gegen Frauen sei nur mehr ein Problem fremder Kulturen und Traditionen. Diese Initiative der Frauenministerin muss als Ablenkungsmanöver von schlecht dotierten Schutz- und Beratungseinrichtungen für Gewaltopfer in Österreich angesehen werden. Die kfbö fordert deshalb auch eine bessere, ausreichende Dotierung von Frauenhäusern, Interventionsstellen und Beratungseinrichtungen.

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs unterstützt die vom 25. November bis 10. Dezember 2005 dauernde Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen". Sie beteiligt sich auch an der internationalen Fahnenkampagne und hisst Banner mit der Aufschrift "Frei leben ohne Gewalt".
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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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