Frauengerechte Sprache nicht bagatellisieren
28.09.2005
Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, fordert frauengerechte Sprache für alle offiziellen Texte, nicht nur für Bundeshymne Katholische Kirche hat Liedtexte bereits adaptiert
Gegen eine Bagatellisierung der Forderung nach frauengerechter Sprache in allen Bereichen wendet sich die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft. "Sprache ist verräterisch und zeigt, wie man es wirklich mit der Gleichbehandlung hält." Sie fordert deshalb eine Überarbeitung aller offiziellen staatlichen Texte nach den Kriterien einer frauengerechten Sprache. Die geplante Textänderung der Bundeshymne ist für sie ein Signal dafür, "dass ein Problem zwar endlich erkannt wurde, dessen grundsätzliche Lösung jedoch noch aussteht."
"Die katholische Kirche in Österreich ist hier reformfreudiger als der Staat", betont Hauft. Vor fast 20 Jahren proklamierte die Österreichische Pastoralkommission die Überwindung der Diskriminierung durch die Sprache. So wurden Texte von traditionellen Kirchenliedern frauengerecht sprachlich überarbeitet.
"Die katholische Kirche in Österreich ist hier reformfreudiger als der Staat", betont Hauft. Vor fast 20 Jahren proklamierte die Österreichische Pastoralkommission die Überwindung der Diskriminierung durch die Sprache. So wurden Texte von traditionellen Kirchenliedern frauengerecht sprachlich überarbeitet.




