Frauenverträglichkeitsprüfung gegen Armut
In Österreich wächst die Armut trotz steigendem Bruttosozialprodukt, zeigt der Armuts- und Reichtumsbericht auf. "Diese Entwicklung ist ein Alarmsignal für den Zusammenhalt der Gesellschaft", meint Margit Hauft. "Eine Kultur des Teilens, der Rücksichtnahme und Solidarität mit Schwächeren in der Gesellschaft ist gefordert. Die Katholische Frauenbewegung lädt im Rahmen ihrer Aktion Familienfasttag seit Jahrzehnten zum Teilen mit benachteiligten Menschen ein. Sie appelliert an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft für eine gerechtere Verteilung des gemeinsam Erwirtschafteten zu sorgen."
Während die Einkommen aus unselbständiger Arbeit in Österreich in den letzten 10 Jahren gesunken sind, stiegen deutlich die Einkünfte aus Vermietungen, Verpachtungen, Kapitalerträgen und aus selbständiger Tätigkeit. Aber auch innerhalb der Lohn- und Gehaltseinkommen geht laut Bericht - die Schere zwischen Arm und Reich deutlich auf. So hat das unterste Einkommensfünftel seit 1992 in Österreich brutto fünf Prozent verloren.
Immer mehr Menschen werden in prekäre Arbeitsverhältnisse, in geringfügige Beschäftigungen und in den Tieflohnsektor gedrängt. Frauen und MigrantInnen sind gerade in diesen Bereichen in hohem Maße beschäftigt und deshalb stärker als andere Gruppen von Armut bedroht.







