Teilzeitgesetz schafft Eltern zweiter Klasse
27.05.2004
Katholische Frauenbewegung Österreichs enttäuscht vom "Recht auf Teilzeit für Eltern" - Regierung unterstützt Wirtschaftsinteressen mehr als Wohl des Kindes und der Eltern - Bewusstseinsbildungskampagne für neuen Mann
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs erkennt in der nun im Nationalrat beschlossenen Elternteilzeitregelung keinen familienpolitischen Meilenstein, sondern eine gesetzlich verankerte Ungerechtigkeit. "Der Zufallsfaktor Betriebsgröße spaltet die Familien in zwei Klassen und benachteiligt vor allem den Großteil der Frauen. Dieses Gesetz macht leider wieder einmal deutlich, welch geringes Gewicht das wichtige Ressort Frauenpolitik auch in dieser Regierung hat. Die Elternteilzeitregelung ist ein weitere Hinweis, dass diese Regierung Wirtschaftsinteressen mehr unterstützt als das Wohl des Kindes und der Eltern", betont Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.
Sie bedauert auch, dass es keinen pensionsrechtlichen Ausgleich für Teilzeitarbeit wegen familiärer Verpflichtungen gibt. "Erfahrungsgemäß werden deshalb Väter von ihrem möglichen Rechtsanspruch wegen zu hoher finanzieller Einbußen nicht Gebrauch machen."
Damit Frauen und Männer ihrer Verantwortung für die Familie im gleichen Maß gerecht werden können, müssen vor allem herrschende Rollenbilder aufgebrochen werden Die Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert deshalb neuerlich die Bundesregierung auf, eine diesbezügliche Bewusstseinsbildungskampagne durchzuführen. Einerseits müssen Väter ermutigt werden, ihre Kinderbetreungspflicht zu erfüllen, und andererseits muss das Verständnis und die Unterstützung der ArbeitgeberInnen dafür gesteigert werden.
Sie bedauert auch, dass es keinen pensionsrechtlichen Ausgleich für Teilzeitarbeit wegen familiärer Verpflichtungen gibt. "Erfahrungsgemäß werden deshalb Väter von ihrem möglichen Rechtsanspruch wegen zu hoher finanzieller Einbußen nicht Gebrauch machen."
Damit Frauen und Männer ihrer Verantwortung für die Familie im gleichen Maß gerecht werden können, müssen vor allem herrschende Rollenbilder aufgebrochen werden Die Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert deshalb neuerlich die Bundesregierung auf, eine diesbezügliche Bewusstseinsbildungskampagne durchzuführen. Einerseits müssen Väter ermutigt werden, ihre Kinderbetreungspflicht zu erfüllen, und andererseits muss das Verständnis und die Unterstützung der ArbeitgeberInnen dafür gesteigert werden.




