Weltkirche muss Frau als Beutegut ächten
Auf Initiative der kfbö-Vorsitzenden Margit Hauft und des Generalsekretärs der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten Österreichs, Oberstleutnant Mag. Dr. Josef Schröfl, wurde von der Weltunion katholischer Frauenorganisationen ein Maßnahmenkatalog zur Überwindung sexueller Gewalt im Krieg erarbeitet. Darin wird die große Bedeutung von Erziehung und Bildung hervorgehoben. Bereits Kindern muss eingeprägt werden, dass Mädchen und Frauen kein Besitz von Männern sind. Die katholischen Frauen treten dafür ein, dass im Rahmen der Ausbildung und seelsorglichen Begleitung von Soldaten eine breite Auseinandersetzung mit dem Thema Verbrechen an Frauen im Krieg geschieht. Die alte vielerorts noch praktizierte Tradition, die Frauen der Besiegten zu vergewaltigen, muss durch eine gezielte Gewissensbildung und Sensibilisierung der Soldaten gebrochen werden. Der Vatikan sowie die regionalen Bischofskonferenzen sollten in diesem Sinn aktiv werden und eine Verhaltensänderung der Militärs fordern.
Das Dokument der Weltunion katholischer Frauenorganisationen wird anfangs Dezember bei einer Konferenz der Internationalen Vereinigung katholischer Verbände in Rom präsentiert. Präsident dieses Dachverbandes kirchlicher Laienorganisationen ist derzeit der ehemalige Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten Österreichs, General a.D. Prof. Ernest König, der das Anliegen der Katholischen Frauenbewegung unterstützt.
Vor zwei Jahren konnte die kfbö im Rahmen der internationalen Kampagne "!6 Tage gegen Gewalt an Frauen" die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Soldaten Österreichs für eine gemeinsame Podiumsdiskussion in Wien zum Thema "Beutegut Frau" gewinnen. Daraus entstand die Idee, auf Ebene der Weltkirche gemeinsam gegen sexuelle Gewalt im Krieg aktiv zu werden.







