Keine Pensionsreform zu Lasten der Frauen
Die Katholische Frauenbewegung erkennt natürlich die Notwendigkeit einer Pensionsreform. Sie fordert jedoch einheitliche Regelungen für alle Berufsgruppen und Maßnahmen, die Frauen eine eigenständige, ihren bisherigen Lebensstandard und ihre Existenz sichernde Altersversorgung garantieren. Die Bundesleitung der kfbö fordert deshalb die Bundesregierung auf, diesen Vorschlag zur Pensionsreform zurückzuziehen und endlich Beweise für eine konkrete, frauengerechte Politik zu liefern.
Propagierte "Wahlfreiheit" ist leere Phrase
Dieser Vorschlag der Bundesregierung ist nach Ansicht der kfbö weder familienfreundlich noch ermöglicht er in irgendeiner Weise die proklamierte "Wahlfreiheit", da nur eine möglichst durchgehende Vollbeschäftigung die Grundlage für eine den Lebensstandard sichernde, eigenständige Pension bildet. Die derzeit extrem höhere Bewertung des Militärdienstes gegenüber Kindererziehungs- und Pflegezeiten bei der Pensionsberechnung zeigt deutlich, wie gering vor allem die lebensnotwendigen Leistungen der Mütter geschätzt werden. Das Kindergeld verkommt angesichts der geplanten Pensionsreform zum verwelkten Feigenblatt, das über die Frauen krass benachteiligenden Pläne nicht hinwegtäuschen kann, meint die Bundesleitung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Frauen sollten sich durch die angekündigte Ausweitung pensionsbegründender Kindererziehungszeiten nicht täuschen lassen, denn diese gelte nur für Kindergeldbezieherinnen und werde deshalb frühestens in 25 bis 30 Jahren Realität.







