07.06.2002
Tausende Österreicherinnen begeben sich in diesen Tagen auf Pilgerschaft. Denn die Katholische Frauenbewegung beendet mit regionalen und diözesanen Wallfahrten ihren Arbeitsschwerpunkt "Leben feiern - Glauben leben". Unter diesem Motto findet am
12. Juni in der Münsterpfarre Reichenau in Vorarlberg eine Wallfahrt der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Feldkirch statt. Am 15.Juni pilgern die Frauen der kfb in Kärnten nach Gurk, in Salzburg nach Maria Plain, in Niederösterreich nach Maria Taferl und im Burgenland nach Loretto, Rattersdorf oder Pinkafeld.
Als Anregung zur Gestaltung dieser diözesanen sowie zahlreicher Wallfahrten, die von Gruppen der Katholischen Frauenbewegung in den einzelnen Pfarren sowie auf Dekanatsebene in diesen Tagen veranstaltet werden, hat die kfbö eine Wallfahrtsbroschüre erstellt. Darin skizziert die Theologin Dr. Veronika Prüller- Jagenteufel Geschichte und Bedeutung der Wallfahrt in der katholischen Kirche und zeigt spezifisch weibliche Aspekte auf.
Vom Tun zum Sein
Auf dem Wallfahrtswegs sind oft rastlose Frauen in Bewegung und doch nicht dabei, etwas für andere oder den Haushalt oder den Job zu tun. Die Wallfahrt kann so eine Chance sein, wieder zu sich selbst zu finden, sich und ihr Leben Gott neu anzuvertrauen.
Sie wird ein Weg vom Tun zum Sein, zum bewussten Sein in der Gegenwart Gottes, betont die Theologin. Die Wallfahrt bietet aber auch Frauen die Gelegenheit, sich im Aufbrechen und Begegnen, Hoffen und Danken, Zurückkehren und Unterwegssein zu üben, meint Dr. Veronika Prüller-Jagenteufel.




