Frauen feiern Liturgie
Unter dem Motto "Frauen feiern Liturgie" findet am 31. Mai und 1. Juni 2002 im Linzer Ursulinenhof eine Tagung zur Liturgiereform aus Frauensicht statt. Die Katholische Frauenbewegung lädt auf Initiative des Wiener Kardinal König Hauses und des Hauses der Frauen in Linz gemeinsam mit dem Österreichischen Frauenforum feministischer Theologie, der Frauenkommission der Diözese Linz und verschiedenen Frauenorden zum Erfahrungsaustausch und zur Entwicklung von Zukunftsperspektiven ein. Referentin ist die aus Deutschland stammende und in den USA lehrende Liturgiewissenschafterin Univ.
Prof. Dr. Teresa Berger.
Die international renommierte Expertin wird in ihrem Eröffnungsvortrag am Freitag um 19 Uhr die vielfältigen Formen von Frauenliturgien weltweit beschreiben und skizzieren, wie eine Liturgiereform aus Frauensicht aussehen könnte. Am Samstag wird in verschiedenen Diskussionsforen die derzeitige Praxis reflektiert. Gemeinsam mit der Referentin werden daraus Zukunftsperspektiven für die Frauenliturgiegruppen in Österreich entwickelt.
Eine Frauenliturgie um 16.30 Uhr im Linzer Dom mit anschießender Agape und eine Stunde des Tanzens um 19.15 Uhr beschließen die Veranstaltung.
Keine Nischenrolle für Frauenliturgien
Als Antwort auf eine von Männern geprägte Liturgiegestaltung in der katholischen Kirche entstand vor mehr als zehn Jahren die Frauenliturgie-Bewegung. Sie will Frauen den Raum für die Gestaltung von liturgischen Feiern mit weiblichen Ausdrucksformen bieten. Für viele Frauen in ganz Österreich wurden diese Frauenliturgien eine wichtige spirituelle Tankstelle, eine Stärkung und ein wertvolles Einübungsfeld. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs lehnt es jedoch ab, dass Frauenliturgien eine Extranische für gläubige Frauen werden. Sie tritt dafür ein, dass die weibliche liturgische Handschrift immer mehr auch bei Gemeindegottesdiensten spürbar wird.







