Mehr Mitbestimmung für Frauen im ORF
Für Frauenförderung in allen Bereichen des ORF tritt die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft, ein. Als parteiunabhängige Vertreterin des Landes Oberösterreichs im Stiftungsrat, dem neuen obersten Aufsichtsgremium des ORF, will sich Hauft dafür einsetzen, dass "nicht länger die Männer entscheiden, was die Mehrheit der Bevölkerung, die Frauen, im ORF hören und sehen können". Hauft plädiert für Gleichbehandlungsrichtlinien und Frauenförderpläne, um ein ausgewogeners Verhältnis zwischen Männern und Frauen in Leitungsfunktionen des öffentlich-rechtlichen Unternehmens zu ermöglichen.
Eine Programm- und eine Landesintendantin sind für Margit Hauft, die auch Vorsitzende der Frauenkommission der Diözese Linz ist, zwar Anzeichen für eine erfreuliche Wende, aber nur der Beginn einer notwendigen Entwicklung. Sie erkennt die Gefahr, dass in einem von Männern geprägten Programm Frauen auf traditionelle Bereiche festgelegt und klassische Rollenbilder verstärkt werden. "Im ORF müssen deshalb viel mehr Frauen Mitsprache- und Entscheidungskompetenz erlangen, damit einerseits weibliche Sichtweisen und Lebenserfahrungen in allen Themen zum Ausdruck kommen, andererseits frauenspezifische Interessen und Probleme bei der Programmgestaltung mehr berücksichtigt werden", fordert die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.







