Kirche braucht starke Frauenorganisation
Organisierte Frauenarbeit ist in der katholischen Kirche auch im 21. Jahrhundert notwendig, um die Gemeinschaft von gläubigen Frauen aus unterschiedlichen Lebensbereichen zu fördern und den Anliegen von Christinnen in Kirche und Gesellschaft Gehör zu verschaffen. Dies wurde bei einem internationalen Präsidientreffen deutschsprachiger Frauenorganisationen am Wochenende in Salzburg betont.
Die Vertreterinnen katholischer Frauenverbände aus Deutschland, der Schweiz, Südtirol und Österreich bekannten sich zur basisorientierten, demokratisch strukturierten Großorganisation, in der Frauen die Bedeutung des Glaubens als verbindende Kraft über alle Gegensätze hinweg erleben und ihre vielfältigen Interessen und Begabungen verwirklichen können. Kontemplation und Aktion werden in den einzelnen Frauenverbänden vereinigt, in dem Gebet und politisches Handeln einander ergänzen, um aus christlicher Verantwortung und aus dem Selbstverständnis mündiger Christinnen heraus Frauenanliegen in der Öffentlichkeit zu vertreten. Künftig wollen die katholischen Frauenorganisationen noch stärker als bisher über die Grenzen hinweg zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele, wie z.B. die Anerkennung und Aufwertung ehrenamtlicher, unbezahlter Arbeit, verfolgen.
Die Salzburger Politologin, Univ. Prof. Dr. Barbara Wicha unterstrich bei dem vom 14. bis 17.Juni 2001 im Bildungshaus St.Virgil anberaumten Treffen die Notwendigkeit gemeinsamen politischen Handelns. Die Wiener Historikerin Univ.Prof. Dr. Edith Saurer warf in ihrem Referat einen Blick auf die Geschichte der Frauenbewegung. Sie betonte wie wichtig es ist, die Anliegen früherer Frauengenerationen nicht zu vergessen. Die Salzburger Frauenbeauftragte Mag. Romana Rotschopf resümierte über ihre Erfahrungen mit der Katholischen Frauenbewegung und stellte manche kritische Frage.







