27.02.2001
Die Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft und der Vorsitzende der Katholischen Männerbewegung Österreichs DI Hubert Andiel begrüßen die Schaffung einer Männerabteilung im Sozial- und Generationenministerium. "Denn die Überwindung der Diskriminierung der Frau erfordert ein neues Selbstbewusstsein des Mannes, eine neue Partnerschaftlichkeit im Teilen der Familien- und Erwerbsarbeit. Dafür sind Maßnahmen zur Förderung der Eigenständigkeit der Person je nach Geschlecht und deshalb neben der Frauenpolitik auch eine gezielte Männerpolitik notwendig", betonen Hauft und Andiel. Die neue Abteilung dürfe jedoch keineswegs auf Kosten und zu Lasten von Frauenprojekten arbeiten und eine konträre Politik betreiben.
In der katholischen Kirche hat die geschlechtsspezifische Arbeit schon eine lange Tradition, die jedoch meist der Verfestigung alter Rollenbilder diente. Während die Katholische Frauenbewegung seit Jahren das Aufbrechen dieser alten geschlechtsspezifischen Klischeebilder vorantreibt und den neuen partnerschaftlichen, gewaltfreien Mann fordert, setzt sich auch seit längerer Zeit die Katholische Männerbewegung Österreichs intensiv mit dem neuen Rollenverständnis der Geschlechter auseinander und thematisiert nun auch Männergewalt.




