6.12.2000
Den Ausbau und die finanzielle Absicherung von Beratungsstellen für Schwangere und deren Partner in Konfliktsituationen sind für die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs ( kfbö), Margit Hauft, die wichtigsten Schritte zum Schutz ungeborenen Lebens. Sie fordert nach dem Vorbild der Linzer Beratungsstelle "Zoe" mehr Einrichtungen, die Eltern bei der Konfrontation mit dem Ergebnissen pränataler Diagnostik beistehen. Weiters verlangt Hauft auch speziell ausgebildete Berater, die Männern helfen, in Konfliktsituationen Verantwortung für ihr Kind zu übernehmen.
"Wir dürfen die Frauen, aber vor allem auch die Männer bei der Entscheidung für oder gegen das Kind nicht allein lassen. Die Fortschritte in der pränatalen Diagnostik können für die Eltern zu sehr schwierigen Situationen und zu einer ungemeinen Belastung werden. Der gemeinsame Einsatz aller politischer Kräfte und der Wirtschaft zur Verwirklichung eines kinderfreudlichen Klimas, in dem behinderte Menschen nicht ausgegrenzt und benachteiligt werden, ist dringend notwendig", meint die kfbö-Vorsitzende. Entschieden wendet sie sich gegen eine Politik, die vor allem auf das Durchsetzungsvermögen der Tüchtigen und Starken setzt.
F.d.R.: Eleonore Bayer - Pressereferentin der kfb




