Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) fordert ein eigenständiges Bundesministerium für Frauenangelegenheiten, das von einer kompetenten, erfahrenen Frau geleitet wird. "Frauenpolitik wird in Österreich nicht ernst genommen, sondern nur als Anhängsel der Familien-, Sozial- und Konsumentenpolitik verstanden", kritisiert die Vorsitzende der kfbö, Margit Hauft. "Wenn in der österreichischen Bundesregierung nun ein Mann für Frauenagenden zuständig wird, dann ist dies nur der Höhepunkt einer langen Entwicklung, in der die mächtigen Männer im Staat Frauenpolitik immer mehr als Alibi statt als Mittel zur Lösung von gravierenden Problemen angesehen haben", stellt Hauft fest. Die derzeit in Salzburg tagende Österreichische Armutskonferenz zeigt, wie notwendig ein eigenständiges Frauenministerium wäre, um endlich jahrzehntelange Forderungen nach eigenständiger finanzieller Absicherung aller Frauen zu verwirklichen. Die Katholische Frauenbewegung fordert seit Jahren ein Frauenministerium.
"Mehr denn je wird nun in Österreich Männerpolitik zu Lasten der Frauen betrieben. Die wenigen Frauen in politischen Spitzenpositionen können über diese Entwicklung nicht hinwegtäuschen. Es ist bedauerlich, dass sie diese Politik mittragen und die Bestellung eines Mannes zum Frauenminister verteidigen", kritisiert die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.




