Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Katholische Frauenbewegung fordert Bleiberecht
Menschenrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens muss Vorrang vor dem österreichischen Fremdengesetz haben - kfbö beteiligt sich am Aktionstag für Bleiberecht.


 

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs fordert neuerlich  die Einführung eines humanitären Bleiberechts, das nicht als Gnadenakt sondern als Rechtsanspruch erkannt werden muss. Anlässlich des Aktionstages für Bleiberecht, der heute am 10. Oktober 2008 in ganz Österreich begangen wird, fordert sie die zuständigen PolitikerInnen auf, entsprechend dem Menschenrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens integrierten AsylwerberInnen ein rechtsstaatliches Verfahren zum Erlangen eines Aufenthaltstitels zu ermöglichen.

"Es ist höchst an der Zeit, auf politischer Ebene dafür zu sorgen, dass Aufenthaltsgenehmigungen künftig nach nachvollziehbaren, menschenrechtskonformen Kriterien gewährt werden", betont kfbö-Vorsitzende Margit Hauft. "Wer sich zu einer Politik bekennt, die Familien besonders unterstützen will, darf ausländische Familien nicht trennen, da der Wert der Familie nicht von der Staatsbürgerschaft  abhängt." Eine Politik, die Menschenrechte verachtet indem sie Familien auseinander reißt und Kinder abschiebt, wird von der Katholischen Frauenbewegung strikt abgelehnt.

 

 



Margit Hauft beim Sesselmeer in Linz
Am Aktionstag für Bleiberecht wurden in zahlreichen Städten "Sesselmeere" veranstaltet, an denen sich auch kfb-Gruppen beteiligten. Die leeren Stühle sollten ein Zeichen dafür sein, dass es genug Platz für integrierte AsylantInnen in Österreich gibt. Die Vorsitzende der kfbö, Margit Hauft, nahm an der Kundgebung in Linz teil und gab dort folgendes Statement ab:


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"Ich finde es sehr passend, den heutigen Tag des Bleiberechtes mit einem Sesselmeer zu begehen. Sitzen und warten, sitzen und bangen, das ist das Los vieler Menschen jeden Alters, die in ihrer Not den Schritt in die Fremde, zu uns nach Österreich gewagt haben. Viele von ihnen haben sich hier eingelebt, sesshaft werden dürfen sie allerdings nicht, denn Verfahren unbestimmter Länge und Kriterien, die nicht genau benannt werden schweben wie Damoklesschwerter über ihnen. Unter diesen Sitzengelassenen sind viele, die ich mit dieser Sitzgelegenheit symbolisieren will (ich hatte einen Kinderhochstuhl mit auf die Bühne genommen): Kinder jeglichen Alters, die Sicherheit und Geborgenheit so dringend brauchen wie das berühmte Stück Brot.


Wie geht es uns, wenn wir an diese Kinder denken? Wie geht es denen, die uns glauben machen wollen, dass Fremde grundsätzlich eine Gefahr bedeuten für uns Einheimische?
Aus jeder politischen Ecke tönt es uns entgegen, wie wichtig es ist, Familien und besonders Kinder zu fördern und zu unterstützen. Wer sich aber dazu bekennt, darf ausländische Familien nicht trennen, weil der Wert der Familie nicht von der Staatsbürgerschaft abhängt.


Eine Politik, die Menschenrechte missachtet, indem sie Familien auseinander reißt und Kinder abschiebt muss strikt abgelehnt werden. Kinder haben ein Recht auf Zukunft unabhängig von ihrer Herkunft! Wir, die wir heute österreichweit für ein humanitäres Bleiberecht sitzen, stehen auch in Zukunft dafür."

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Die Katholische Frauenbewegung Österreichs setzt sich im Arbeitsjahr 2009/10 mit einem verantwortlichen Lebensstil auseinander und motiviert Frauen zur Zukunftsgestaltung. 



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