Zur Unterstützung von Kämpferinnen für den Frieden ruft die Katholische Frauenbewegung Österreichs am Internationalen Frauentag, 8. März 2008 auf. Die vielfältige Friedensarbeit von Frauen müsse weltweit mehr anerkannt und berücksichtigt werden. Frauen müssten als gleichberechtigte Partnerinnen in Friedensverhandlungen einbezogen werden, wie dies die Resolution1325 des UNO-Sicherheitsrates aus dem Jahr 2000 fordert. Ein diesbezüglicher Aktionsplan der österreichischen Bundesregierung wird als erster Schritt in diese Richtung begrüßt. Die kfbö appelliert jedoch an die Regierung, mehr Mittel für die Konfliktforschung zur Verfügung zu stellen. Gewaltfreie Konfliktlösungsmodelle, wie sie z. B. von der Österreicherin Dr.in Hildegard Goss-Mayr seit Jahrzehnten entwickelt und praktiziert werden, sollten mit Hilfe von staatlichen Mitteln verstärkt unterstützt und propagiert werden.
Eine Million FreundInnen für Friedensarbeit gesucht
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs finanziert mit Spenden aus ihrer Aktion Familienfasttag seit Jahren die kolumbianische Frauenorganisation OFP (Organización Femenina Popular). Ein Schwerpunkt der OFP liegt in der Schulung von Frauen in alternativen, gewaltfreien Methoden der Konfliktlösung und im zivilen Widerstand gegen den Krieg, der seit Jahrzehnten zwischen den Machthabern und der Guerilla tobt. Um die Position der Friedensaktivistinnen im kolumbianischen Bürgerkrieg zu stärken, werden weltweit eine Million Freundinnen und Freunde der OFP gesucht. Sie sollen mit der Unterzeichnung einer Unterstützungserklärung die Arbeit der OFP für ein menschenwürdiges Leben der Frauen in Kolumbien und gegen den Krieg und die Militarisierung des zivilen Lebens befürworten. Die Katholische Frauenbewegung sammelt diese Unterstützungserklärungen für ihre Projektpartnerinnen. Sie können in den diözesanen kfb-Büros oder hier abgegeben werden.
1000 Frauen für den Frieden
Über das vielfältige Engagement von Frauen für den Frieden informiert bis 25. März 2008 eine Ausstellung im Wiener Kardinal König Haus. "1000 Frauen für den Frieden³ wurden 2005 im Rahmen einer internationalen Initiative stellvertretend für Hunderttausende andere für den Friedensnobelpreis nominiert. Einige von ihnen werden in der Ausstellung vorgestellt.





