Druckansicht - Freitag 30. Juli 2010
Forderungen an Kirche und Staat für ein frauengerechtes Leben
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs wurde vor 60 Jahren von Priestern gegründet. Sie sollte ihnen als schlagkräftiges Instrument zur Verankerung christlicher Grundsätze dienen. Aber die Gehilfinnen der Priester haben sich zum selbstbewussten, starken Stück Kirche und zur größten Frauenorganisation des Landes emanzipiert.
Anlässlich des Jubiläums präsentierte die Vorsitzende der kfbö, Margit Hauft, einen Forderungskatalog an Kirche und Staat.
Denn die kfbö will
  • mehr Anerkennung für ihre ehrenamtliche Arbeit,
  • Öffnung und Weiterentwicklung der kirchlichen Weiheämter,
  • eigenständige Altersicherung,
  • partnerschaftliche Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit.....
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Die Kraft ist weiblich
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs, mit rund 200.000 Mitgliedern die größte Frauenorganisation des Landes,  lädt anlässlich ihres 60. Geburtstages  zu einem großen Fest am 2.Juni 2007 nach Salzburg ein. Die Feier steht unter dem Motto "die Kraft ist weiblich". Tausende Frauen aus ganz Österreich und Südtirol werden erwartet.
Das Geburtsttagsfest beginnt um 11 Uhr auf dem Kapitelplatz mit einem Festakt, bei dem Frauenministerin Doris Bures, die Staatssekretärinnen Christa Kranzl und Christine Marek sowie Landeshauptfrau Maga Gabi Burgstaller Glückwünsche überbringen.  Danach gibt es bis 14 Uhr auf dem Domplatz Informationen über Arbeitsschwerpunkte der kfbö und in der Universität Begegnungen mit 60 starken Frauen in einem Labyrinth. Am Residenzplatz wird ein Unterhaltungsprogramm mit Quiz und vielen Preisen stattfinden. Um 14.30 Uhr feiern die Teilnehmerinnen aus ganz Österreich und Südtirol im Dom einen Festgottesdienst.
Bereits am Vorabend, 1. Juni, wird um 18 Uhr bei einer Vesper in der Wallfahrtsbasilika Maria Plain an die Gründung der kfbö gedacht und zur Erinnerung eine Gedenktafel enthüllt.


Pfarrgemeinderatswahl: Kein Grund zum Jubel
Das Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahl ist für die Katholische Frauenbewegung Österreichs kein Grund zur reinen Freude, sondern vielmehr ein Anlass zur Besorgnis. Der Rückzug der Männer aus diesem Gremium ist ein deutliches Zeichen dafür, wie schwierig es ist, dass Frauen und Männer, Laien und Amtsträger miteinander Kirche tragen und gestalten. Die bei österreichweit durchschnittlich 55 Prozent liegende hohe Frauenquote ist noch kein Beweis für eine wachsende Frauenfreundlichkeit der Kirche, sondern ein Signal dafür, dass dieses Gremium für Männer zusehends unattraktiver wird.
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Strukturelle Gewalt gegen Frauen bekämpfen
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) ruft am Internationalen Frauentag, 8.März 2007, zur effizienten Bekämpfung von struktureller Gewalt gegen Frauen auf. Denn menschenunwürdige Gesetze, patriarchale Traditionen, ausbeuterische Arbeitsbedingungen zwingen nach wie vor weltweit Frauen  in Armut, Abhängigkeit und Unterdrückung. Die kfbö appelliert deshalb an die Bundesregierung, auf internationaler Ebene verstärkt Gleichberechtigung und Eigenständigkeit der Frauen sowie die Durchsetzung von Frauenrechten einzufordern. In Österreich sollten ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen und das Recht auf ein gemeinsames Familienleben auch für binationale Ehepaare verwirlicht werden.
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Gemeinsame Gesellschaftspolitik statt Geschlechterkampf
Die Vorsitzende der Katholische Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft, begrüßt die von Sozialminister Dr. Erwin Buchinger proklamierte neue Männerpolitik. "Die Katholische Frauenbewegung Österreichs hat jahrelang von den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern  bewusstseinsbildende Massnahmen  für partnerschaftliche Beziehungen zwischen Frauen und Männern verlangt. Denn die Überwindung der Diskriminierung der Frau erfordert ein neues Selbstbewusstsein des Mannes, eine neue Partnerschaftlichkeit im Teilen der Familien- und Erwerbsarbeit.
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Katholische Frauenbewegung startet Jubeljahr
Mit der Segnung des ÖBB-Intercityzuges 640, der täglich um 11.34 Uhr von Wien nach Salzburg fährt, startete die Katholische Frauenbewegung Österreichs am Montag, 15. Jänner 2007, ihr Jubeljahr. Der Zug fährt in diesem Jahr unter der Bezeichnung "60 Jahre Katholische Frauenbewegung Österreichs". Alle Reisenden finden im aufliegenden Fahrplan Informationen über die größte Frauenorganisation des Landes.
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Kirchliches Ehrenamt aufwerten
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) tritt für eine staatliche Anerkennung und Aufwertung ehrenamtlicher Arbeit in der Kirche ein. Anlässlich des Internationalen Tages der Freiwilligen, 5.Dezember, fordert die kfbö die PolitikerInnen auf, Ehrenamt nicht nur unter dem Aspekt sozialer Leistung zu sehen. Gesellschaftliches Engagement, z.B. in der ehrenamtlichen  Leitung von Frauengruppen und in der vielfältigen Bildungsarbeit, müsse genauso geschätzt werden wie Rettungsdienste. Die kfbö bedauert, dass in dem Kriterienkatalog für die Einreichung zum staatlichen Ehrenamtspreis keine Kategorie dafür vorgesehen ist.
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Katholische Frauenbewegung Österreichs, A-1010 Wien, Spiegelgasse 3/2
Tel: 01-51552-3697, Fax: 01-51552-3764, E-Mail: office@kfb.at
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