Friday 24. May 2013

Christa Esterházy 80

Christa Esterházy, Österreichs große Dame der Entwicklungspolitik und der Ökumene, vollendet am 23. Jänner 2008 ihr 80.Lebensjahr. Die langjährige Mitarbeiterin der Katholischen Frauenbewegung profilierte sich als Leiterin des Referates für Entwicklungsförderung der kfbö mit der Aktion Familienfasttag zur international anerkannten Expertin. Kirche, Regierung, UNO, EU, internationale Dachverbände, Frauenorganisationen, entwicklungspolitische Gruppierungen, Initiativen zur Umsetzung der Menschenrechte usw., sie alle setzten in den vergangenen Jahren auf Christa Esterházy.

"Ihr Engagement für Entwicklungsförderung, für Ökumene und vor allem für die Frauen ist bis heute ungebrochen. Trotz zunehmenden Alters lässt sie nicht nach, ist immer bereit Neues zu wagen. Ihre Weltoffenheit und ihr Einsatz für benachteiligte Frauen in Asien genauso wie in Österreich sind eine Herausforderung für uns. Wir können viel von ihr lernen und werden immer wieder zum solidarischen Handeln durch sie ermutigt", erklärt Ingrid Klein, die als ehemalige kfbö-Vorsitzende lange Esterházys Weggefährtin war.

Ehrenamliche erbringen Millionen Euro

Durch den Einsatz von tausenden ehrenamtlich tätigen Frauen wurden heuer mehr als 2,3 Millionen Euro für die 50. Aktion Familienfasttag gesammelt. Seit der Gründung dieser ältesten österreichischen Initiative für frauenspezifische  Entwicklungsförderung wurden insgesamt mehr als 78 Millionen Euro für Frauenförderungsprojekte in Asien und Lateinamerika aufgebracht. Die Katholische Frauenbewegung dankt anlässlich des Internationalen Tags der Freiwilligen am 5.Dezember 2007 allen unentgeltlich tätigen UnterstützerInnen, die durch ihren Einsatz Solidarität mit benachteiligten Menschen konkret zum Ausdruck bringen. Neuerlich fordert sie eine staatliche Anerkennung und Aufwertung ehrenamtlicher Arbeit in der Kirche und der Entwicklungsförderung.

Gewalt in der Familie nicht vertuschen

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs wendet sich gegen die Tabuisierung  von häuslicher Gewalt. Anlässlich des Starts der internationalen Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" am Sonntag, 25.November 2007, appelliert sie neuerlich an ihre rund 200.000 Mitglieder, Gewalt in der Familie nicht zu vertuschen, sondern die Frauenhelpline 0800 222 555 und Beratungsstellen zu nützen. Die zuständigen PolitikerInnen werden aufgefordert, in allen Bundesländern für eine ausreichende und auf Dauer gesicherte Finanzierung der Frauenhäuser zu sorgen. Das lange versprochene Haus für junge Migrantinnen, die von Zwangsheirat bedroht oder Opfer von Misshandlungen sind, sollte endlich realisiert werden.

Katholische Frauenbewegung fordert Bleiberecht

Die Bundesleitung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs fordert ein humanitäres Bleiberecht, das nicht als Gnadenakt sondern als Rechtsanspruch erkannt werden muss. Denn das Menschenrecht auf Achtung des Privat- und Familienlebens muss Vorrang vor dem österreichischen Fremdengesetz haben. Eine Politik, die Menschenrechte verachtet indem sie Familien auseinander reißt und Kinder abschiebt, wird von der Katholischen Frauenbewegung strikt abgelehnt.

Teilen mit Katastrophenopfern in Nicaragua

Die Katholische Frauenbewegung Österreichs ruft zum Teilen mit den Katastrophenopfern in Nicaragua auf. Als Zeichen der solidarischen Verbundenheit mit der vom Hurrican Felix schwer getroffenen Bevölkerung mögen jene ÖsterreicherInnen, denen es finanziell möglich ist,  im Sinne der traditionsreichen Aktion Familienfasttag der kfb auch jetzt außerhalb der kirchlichen Fastenzeit ihre Bereitschaft zum Teilen mit notleidenden Menschen bekunden und einen Beitrag zum Wiederaufbau in Nicaragua leisten. Die kfbö bittet um Spenden unter dem Kennwort "Felix² auf ihr Konto für die Aktion Familienfasttag PSK 1,250.000
Mit diesem Geld werden langjährige ProjektpartnerInnen der Katholischen Frauenbewegung Österreichs in Nicaragua unterstützt. So kann der Fortbestand erfolgreicher Frauenförderung und internationaler Entwicklungszusammenarbeit gesichert werden. Als Sofortmaßnahme wurden 3.000.- Euro aus den Mitteln der Aktion Familienfasttag der kfbö für die Partnerorganisationen in der Katastrophenregion bereitgestellt.

Die Frauen können nicht länger warten!

ANDANTE, die Europäische Allianz katholischer Frauenverbände, appellierte an die Regierungschefs während des G8-Gipfeltreffen im Juni 2007 in Deutschland unverzüglich zu handeln und die Ziele zur Bekämpfung der Armut in der Welt konsequent zu verfolgen. "Es steht in der Macht der am G8-Gipfel beteiligten Nationen, Armut zu einer Erscheinung der Vergangenheit werden zu lassen. Dies kann gelingen, wenn gewährleistet wird, dass die Hilfe wirksam ist, dass sie tatsächlich zur Armutsverminderung angewandt wird, und wenn die höchstverschuldeten Länder entschuldet werden. Nur dann haben diese Länder die Chance, das Geld für die notwendigsten Dienstleistungen und gemeinnützigen Einrichtungen wie Gesundheitsfürsorge, Ausbildung und sauberes Wasser zu verwenden. Wir rufen die Regierungschefs der Welt auf, ihre in Gleneagles gemachten Versprechen einzuhalten und weiterhin für einen gerechten Handel, der ebenfalls ein Teil der Gleichstellung ist, einzustehen. Das Versprechen, die Weltarmut bis 2015 zu halbieren, muss Wirklichkeit werden, denn die Frauen können nicht länger warten", heißt es in einer ANDANTE-Erklärung zum G8-Gipfeltreffen.

Die Kraft ist weiblich

7000 Frauen feierten gemeinsam mit zahlreichen Festgästen in Salzburg "60 Jahre Katholische Frauenbewegung Österreichs" ­ Frauenministerin Bures ruft zur weiteren parteiübergreifenden Zusammenarbeit auf.
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