Hilfe statt Verurteilung für Nicaraguas Schwanger in Not
"Es kann nicht sein, dass ein Staat Frauen in Notsituationen kriminalisiert und hart bestraft, aber nichts zur Verhinderung von Abtreibung, z. B. durch Aufklärung, Unterstützung für behinderte Kinder, Betreuungsmöglichkeiten usw. leistet", betont Hauft in ihrem Schreiben an die Außenministerin. "Die Katholische Frauenbewegung Österreichs lehnt zwar jede Form der Abtreibung prinzipiell ab. Ein offener Blick auf die Lebensrealität zeigt aber deutlich, dass viele Frauen durch eine Schwangerschaft in eine unvorstellbar schwierige Situation kommen können, aus der sie oft keinen anderen Ausweg mehr erkennen als die Abtreibung. Hilfe statt Verurteilung ist deshalb hier geboten."
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs engagiert sich seit vielen Jahren in Nicaragua. Mit Mitteln aus der Aktion Familienfasttag werden auch mit staatlicher Kofinanzierung Frauenförderungsprojekte unterstützt. Die Spenden dafür werden unter dem Aspekt des solidarischen Teilens gesammelt. Teilen mit benachteiligten Frauen bedeutet für die kfbö aber auch, Anteil an den Sorgen und Nöten der Projektpartnerinnen zu nehmen und sie bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen.



