Tuesday 7. February 2012

Unterdrückende Bilder zerstören

Der Innsbrucker Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer hat der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) für deren Engagement und „kritisches Einmischen“ in die Kirche gedankt. Bei der Eröffnung der Sommerstudientagung der kfbö am Montagabend, 10. Juli 2006, im Bildungshaus St. Michael in Matrei am Brenner würdigte der Bischof die pfarrliche Arbeit der Katholischen Frauenbewegung, deren Bemühen um internationale Solidarität, aber auch deren Einsatz um die Rechte der Frau in der Kirche. Er ermunterte die Tagungsteilnehmerinnen, Lust am Zerstören von Bildern und Vorstellungen zu finden, die Frauen und manchmal auch Männer unterdrücken. Voll Lust sollte aber auch über Bilder nachgedacht werden, die Freiräume schaffen, Kommunikation fördern und Emanzipation stärken.
Die diesjährige Sommerstudientagung ist der Auseinandersetzung mit dem Wandel von Gottes- und Menschenbildern gewidmet.

Margit Hauft, Vorsitzende der kfbö, unterstrich die Notwendigkeit, tradierte Bilder kritische zu hinterfragen und sich nicht von fixen Vorstellungen einengen zu lassen. „Wenn wir eine Änderung in der Kirche wünschen, dann müssen wir Bilder loslassen, aber auch unterschiedliche Bilder nebeneinander gelten lassen“, betonte Hauft.

Die Frauenreferentin des Landes Tirol, Mag.a Elisabeth Stögerer-Schwarz lobte die Hartnäckigkeit und den langen Atem der Katholischen Frauenbewegung, mit der sie sich in der Kirche für Geschlechtergerechtigkeit einsetzt und ein Ernstnehmen der Bedürfnisse von Frauen und Männern verlangt. Die kfb gebe jenen Menschen Stimme und Gehör, die oft überhört werden. Die Frauenreferentin würdigte den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Frauen, die im Unterschied zu den Männern unsichtbar, leiser und meist hinter der Bühne sich darum kümmern, dass alles reibungslos läuft.

An der Sommerstudientagung in Matrei nehmen die Leitungsteams der kfb aus allen österreichischen Diözesen sowie aus Südtirol und ein Gast aus der Slowakei teil. Bis 14. Juni 2006 werden bei Vorträgen und Workshops die vielfältigen Gottesbilder in der Bibel sowie das Glaubensbekenntnis erörtert, aber auch feministisch-theologische Überlegungen angestellt und persönliche Vorstellungen von Gott reflektiert.

Rückfragen bitte an:

 

Dr.in Mag.a Katharina Wegan

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Spendenservice

 

Katholische Frauenbewegung Österreichs
Referat für Entwicklungspolitik - Aktion Familienfasttag
Spiegelgasse 3/II
1010 Wien
Tel: +43 1 51 552-3110

E-Mail: katharina.wegan[a]kfb.at

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